Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

09.07.2021
Abschlussbericht Zukunftskommission Landwirtschaft
Geflügel

Anlässlich der Übergabe des Abschlussberichts der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) an Kanzlerin Merkel fordert DBV-Vizepräsident Schwarz die Parteien auf, die Ergebnisse des Berichts in der kommenden Legislaturperiode auch in politische Entscheidungen einfließen zu lassen. „Dieser Bericht, der von allen Beteiligten einstimmig beschlossen wurde, ist eine Grundlage für den zukünftigen politischen Diskurs über Landwirtschaft. Das kann die Politik, egal wer zukünftig regiert, nicht einfach ausblenden. Die gemeinsam erreichten Ergebnisse sind zielführend und geben unseren Betrieben eine Perspektive. Alle Teilnehmer der Kommission haben deutlich gemacht, dass es eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, den Transformationsprozess der Landwirtschaft zu unterstützen und auch zu finanzieren. Der Bericht ist eine klare Übereinkunft, dass bei allem Willen zur Veränderung hin zu mehr Nachhaltigkeit der betriebswirtschaftliche Aspekt immer mit berücksichtigt wird. Das ist für unsere Betriebe enorm wichtig. Nur wenn auf den Höfen Geld verdient wird, können wir auch Umweltleistungen erbringen.“

09.07.2021
QS: Antibiotikaeinsatz bleibt weiterhin niedrig
Geflügel

QS hat den 3. Statusbericht zum Antibiotikamonitoring veröffentlicht. Seit Beginn der Erfassung 2012 sinken die Antibiotikazahlen im System stetig. Die Einbindung der Mastelterntiere bei Hähnchen und Puten soll Lücken in der Dokumentation schließen und zu mehr Transparenz und Sicherheit entlang der Wertschöpfungskette führen. Seit Erfassung aller Tiergruppen der Schweinehaltung und der Mastgeflügel konnte die Gesamtmenge an Antibiotikagaben in tierhaltenden QS-Betrieben um 35,5 % reduziert werden. Tierhalter können ihren Antibiotikaeinsatz anonym mit anderen Tierhaltern vergleichen.

09.07.2021
QS: Auditindices für Geflügel haltende Betriebe
Geflügel

Ab Juli 2021 werden Auditindices nun auch für Geflügel haltende Betriebe in der QS-Datenbank zur Verfügung gestellt. Die Auditindices werden aus den Ergebnissen der Systemaudits berechnet. In die Berechnung gehen ausgewählte Auditkriterien für Biosicherheit bzw. Tierhaltung ein, wie z. B. Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen oder die Überwachung und Pflege der Tiere. Ziel ist ein Index von 100: die Anforderungen für alle relevanten Kriterien im Audit wurden vollständig erfüllt und mit A bewertet. Ein Index unter 100 zeigt dem Tierhalter schnell und übersichtlich, dass es Verbesserungspotenzial oder sogar Handlungsbedarf im Bereich der Biosicherheit und der Tierhaltung gibt.

09.07.2021
Transport von Schlachtgeflügel bei Hitze
Geflügel

Der Bundesrat hat am 25.06.2021 beschlossen, den Transport von Schlachtvieh an Tagen mit Außentemperaturen > 30 Grad C auf 4,5 Stunden zu begrenzen.  Die Änderung der Tierschutz-Transportverordnung geht nun zur Notifizierung nach Brüssel. Dieser Prozess dauert in der Regel ca. 3 Monate. Für den Geflügelbereich gibt es die Aufforderung, den Transport an heißen Tagen zu regeln. Der Bundesrat bittet deshalb die Bundesregierung unter Berücksichtigung der Lage und Kapazitäten vorhandener Schlachtstätten um Prüfung, inwieweit zusätzliche Transporteinschränkungen für Schlachtgeflügel hinsichtlich der Transportdauer bei Außentemperaturen über 25°C erlassen werden können. Hierzu sollen Gespräche mit der Geflügelwirtschaft aufgenommen werden, um Managementkonzepte und Notfallpläne für das Verlegen von Transporten bei erwarteten Außentemperaturen von über 25°C zu erstellen.

09.07.2021
Brotgetreide: Warten auf die Ernte
Pflanzen

Die anlaufenden Weizenernten in Europa und die anhaltend positiven Ertragsaussichten drücken auf die Terminkurse, die in den vergangenen Tagen immerhin 9 EUR/t verloren, sich zuletzt aber wieder auf die Linie von 200 EUR/t für den Fronttermin retten konnten. Am Kassamarkt spiegelt sich dieser starke Rückgang bei den Erzeugerpreisen für Mahlweizen nicht wider, aber die Preisfindung ist noch lange nicht beendet, zumal es an noch an Basisinformationen fehlt. So warten die Marktbeteiligten auf die ersten Ernteergebnisse, um sich über Menge und Qualität ein Bild machen zu können. Derzeit wird viel darüber spekuliert, ob gerade hinsichtlich der Qualität einige Abschläge gemacht werden müssten und wie viele Partien nur Futterweizenstandards erreichen. Besonders spannend dürfte es bei den Proteinwerten werden. Der Verdünnungseffekt hoher Erträge und die erzwungene Reduzierung der Stickstoffdüngung sind vorerst nicht abschätzbar. Momentan werden Qualitäts- und Brotweizen frei Erfasserlager mit durchschnittlich 180 EUR/t preisidentisch bewertet, E-Weizen liegt 5 EUR/t darüber, Futterweizen 4 EUR/t darunter. Also ein noch nicht wirklich „normales“ Preisgefüge. Da vor allem die Erzeuger bereits eine überdurchschnittliche Menge ihrer potenziellen Weizenernte veräußert haben, wird momentan, in einer Phase mit schwachen Notierungen und einer wechselhaften Witterung, nicht mehr ans Verkaufen gedacht. Auch die Mühlen und Mälzereien bleiben bei Ihrer abwartenden Haltung, hoffen aber auch, dass der Erntebeginn sich nicht noch weiter herauszögert und der Regen nicht zu noch mehr Lager- und/oder Ausfallgetreide sowie starkem Pilzbefall führt. Auffällig bei diesem Saisonwechsel ist auch die Preisgleichheit für Braugerste alter und neuer Ernte. Hier ist kein Bruch erkennbar, die durchschnittlichen 205 EUR/t frei Lager gelten auch weiterhin. Demgegenüber verzeichnen die Großhandelspreise im Wochenvergleich ein leichtes Plus. Brotroggen frei Erfasserlager hat sich auf 150 EUR/t frei Lager eingependelt, verzeichnet aber ebenfalls kein Neugeschäft. 

09.07.2021
Futtergetreide: Gerstenernte 2021 zwischen Bangen und Hoffen
Pflanzen

Jetzt wird es mit dem Regen schon wieder zu viel. Die in einigen Regionen bereits gestartete Gerstenernte musste unterbrochen werden. Was bislang von den Feldern kam ist wenig repräsentativ, wurden doch vor allem auf den leichten Standorten gedroschen. Und diese Ergebnisse sind wenig repräsentativ. Marktteilnehmer berichten von niedrigen Proteinwerten, sodass auch für Weizen davon ausgegangen wird, dass die durchschnittlichen Eiweißgehalte der Vorjahre in dieser Saison nicht erreicht werden. Während Futtergerste und Winterbraugerste nun vom Feld kommen müssten, hinken Weizen und Mais den Durchschnittsjahren in ihrer Entwicklung hinterher. Futtergerste wird dringend benötigt, denn Mischfutterhersteller hungern nach Rohstoff. Zumal sie auch darauf hoffen, dass mit wachsendem Angebot aus der Ernte heraus die Forderungen zurückgenommen werden. Ob das auch tatsächlich eintrifft, wird das Wetter entscheiden. So finden auch alterntige Partien noch Käufer, auch wenn diese mit den Zähnen knirschen, ob der vergleichsweise hohen Forderungen. Deutsche Erzeuger sahen sich, ohne darauf einzugehen, Geboten aus dem Erfassungshandel von durchschnittlich 166 EUR/t gegenüber. Das liegt deutlich über den 143 EUR/t, die vor einem Jahr gemeldet worden waren. Futterweizen weist einen nicht so großen Preisunterschied auf. Hier liegen die aktuellen Gebote mit durchschnittlich 176 EUR/t „nur“ 16 EUR/t über Vorjahresniveau. Besonders beim Weizen spekulieren die Verarbeiter auf ein deutlich höheres Angebot als bislang prognostiziert, ganz einfach, weil viele Brotweizenpartien ihre Standardanforderungen nicht erfüllen könnten und so im Futtertrog landen müssten. Mais profitiert von den Regenfällen und konnte einen Teil seines Entwicklungsrückstandes aufholen. Aber bis zur Ernte dauert es noch und viele Mischfutterhersteller wären froh auf reichliches Angebot zurückgreifen zu können. Aber alterntiger Mais rechnet sich in den Mischungen nicht. Mit 281,50 EUR/t franko Westfalen/Südoldenburg liegen die Forderungen zwar 5 EUR/t unter Vorwochenlinie, gegenüber neuerntiger Gerste ist das aber ein Aufschlag von teils über 80 EUR/t.

09.07.2021
Rapspreise bröckeln
Pflanzen

Die Kurse für Raps in Paris verloren in der zurückliegenden Woche um mehr als 20 EUR/t. Davon beeinflusst, haben auch die deutschen Kassapreise kräftig nachgegeben, die sich frei Erfasserlager ex Ernte um 7,74 auf 490,63 EUR/t abschwächten. Die Preisspanne für Raps im Bundesdurchschnitt beträgt 481,50-496,70 EUR/t. Die ohnehin abwartende Haltung der Käufer und Verkäufer manifestiert sich im fallenden Markt. Außerdem haben Erzeuger einen großen Teil der Ernte bereits zu attraktiven Preisen vorkontrahieren können. Außerdem werden noch immer in einzelnen Bundesländern Preise für alterntigen Raps von über 500 EUR/t aufgerufen. Erstmals werden aus Ostdeutschland auch die Erzeugerpreise für Raps der Ernte 2022 kontinuierlich erfasst. Im Streckengeschäft ab Hof werden im Durchschnitt 406 EUR/t genannt. Die Preise für Sojabohnen in Südbaden bleiben mit 475-485 EUR/t gegenüber Vorwoche unverändert, während Sojabohnen in Bayern vom Auftrieb der US-Sojanotierungen profitieren konnten und mit 500-508 EUR/t um 20 EUR/t zugelegt.

09.07.2021
Turbulenter Einzug deutscher Speisefrühkartoffeln in LEH
Pflanzen

Das wechselhafte und regenreiche Wetter seit dem 20.06. hat den Frühkartoffelvermarktern vom Erzeuger bis zum Abpacker einiges abverlangt. Einige Ketten hatten vergangene Woche umfangreiche Umstellungen auf deutsche Ware angekündigt. Gleichzeitig war einigen Lieferaten, v.a. in Spanien, eine Absage an restliche Liefermengen erteilt worden. Und dann machte das Wetter allen Strategen einen Strich durch die Rechnung. Rodebehinderungen, niedrige Stärkegehalte oder noch nicht ganz ausreichende Stabilität sorgten dafür, dass trotz aller Bemühungen nicht alle Umstellungen auf deutsche Ware wie geplant gelangen. Spanier und auch restliche Israeli profitierten davon, so dass diese ihr Angebot am Ende doch noch gut unterbringen konnten. Damit ist dann aber auch das Ender der Importe besiegelt und selbst unerwartete Reste aus Kühlhäusern werden die Vermarktung der hiesigen Frühkartoffeln nicht mehr stören. Marktbeteiligte sehen den Frühkartoffelmarkt nun im Gleichgewicht. Trotzdem nahmen die Erzeugergemeinschaften in Niedersachsen für lose Ware zwei Mal in Folge um 2,00 EUR/dt zurück, sodass nun 48,00 EUR/dt für runde Sorten und 50,00 EUR/dt für Salatware gelten. Mit Blick auf frühere Jahre und um diese Zeit übliche Preisabschläge sind 2,00 EUR/dt allerdings auch ziemlich wenig. Weitere Perioden mit nässebedingten Erntebehinderungen kann der Markt nun kaum noch mit Importen ausgleichen. Es bleibt ein wenig spannend, wie Angebot und Nachfrage in nächster Zeit zueinander im Verhältnis stehen werden.