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Lokales aus dem Kreisverband
Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.
Aktuelles aus dem Kreisverband
Aktuelles aus dem Landesverband
07.07.2021
Viehzählung: Niedrigster Schweinebestand seit 1997 Schwein
Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wurden zum Stichtag 3. Mai in Deutschland noch 24,64 Mio. Schweine gehalten; das war der niedrigste Stand bei einer Jahreszählung seit 1997. Während die Zahl der Mastschweine einen leichten Bestandszuwachs (1,2% verzeichnete, ging dagegen die Zahl der Zuchtsauen im Vorjahresvergleich stark zurück, und zwar um 146.700 oder 8,3% auf nur noch 1,63 Mio. Tiere. Überdurchschnittlich stark wurde die Haltung von Jungsauen eingeschränkt (-1,2%), was auf fehlende Produktionsperspektiven hindeutet. Binnen Jahresfrist gaben laut Destatis rund 700 Schweinehalter beziehungsweise 3,2 % ihre Produktion auf; innerhalb von zehn Jahren ist deren Zahl um mehr als ein Drittel auf 19.800 gesunken. Besonders deutlich waren die Betriebsaufgaben bei den Sauenhaltern ausgeprägt, von denen seit Mai 2020 etwa 600 oder 8,6 % die Erzeugung aufgaben. Die Zahl der noch verbliebenen Ferkelerzeuger mit zuletzt 6.400 Betrieben hat sich in der vergangenen Dekade mehr als halbiert.
07.07.2021
Abschlussbericht Zukunftskommission Landwirtschaft Schwein
Der Ende Juni einstimmig verabschiedete Abschlussbericht der Zukunftskommission Landwirtschaft wurde gestern an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel überreicht. „Alle Teilnehmer der Kommission haben deutlich gemacht, dass es eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, den Transformationsprozess der Landwirtschaft zu unterstützen und auch zu finanzieren. Der Bericht ist eine klare Übereinkunft, dass bei allem Willen zur Veränderung hin zur Nachhaltigkeit auch der betriebswirtschaftliche Aspekt immer mitberücksichtigt werden muss“, so DBV-Vizepräsident Werner Schwarz. Er forderte nun alle Parteien auf, die Ergebnisse auch in politische Entscheidungen einfließen zu lassen. Hierzu gehört u.a., dass die Tierhaltung in Deutschland erhalten und deren Umbau finanziell unterstützt werden soll.
Weitere Informationen mit den wichtigsten Zielen finden Sie unter www.bauernverband.de und den Abschlussbericht unter https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Bodenschutz/zkl_abschlussbericht_bf.pdf
02.07.2021
Geflügelpest in einem Betrieb in Hagen a.T.W. Geflügel
(LK OS) In einem Geflügelbestand in Hagen (Landkreis Osnabrück) wurde der Ausbruch der Geflügelpest (Hochpathogene Aviäre Influenza) am Freitag, 25. Juni festgestellt. Zum Schutz vor der Geflügelpest hat der Landkreis eine Allgemeinverfügung mit Maßnahmen erlassen, die für Vogelhaltungen in einer Sperrzone seit Samstag, 26. Juni, gelten. In der Sperrzone befinden sich 287 Geflügelhaltungen mit 41.000 Stück Tieren. In dem Bestand in Hagen a.T.W. wurden rund 300 Stück Geflügel verschiedener Arten gehalten. Alle Tiere des Geflügelbestandes wurden getötet.
02.07.2021
Fester Geflügelfleischmarkt Geflügel
(AMI/MEG) Im Juni 2021 wurde endlich mehr gegrillt und auch die Außengastronomie wurde rege genutzt. Die deutsche Produktion an Hähnchenfleisch wurde im Juni flott vom Markt aufgenommen. Insbesondere im Filetbereich war die Ware knapp und es war teils schwierig, den Aktionsbedarf des LEHs zu decken. Für Frischware konnten festere Großhandelspreise realisiert werden. Am Frostsektor tendierten einige Produkte ebenfalls fester, was auf verbesserte Exportmöglichkeiten zurückgeführt wurde. Die in den Vormonaten erhöhten Schlachtereiabgabepreise am Putenmarkt hatten Bestand. Weitere Anhebungen wurden seitens der Anbieter avisiert. Das Angebot blieb eingeschränkt. Die im Vorjahr aufgebauten Bestände an Frostware wurden offensichtlich weitgehend abgebaut, auch da das Interesse der verarbeitenden Betriebe nach Putenfleisch zunahm. Die erhöhten Kosten von Futter, über Energie, Transport und Verpackung, bis hin zu Arbeitskosten, minderten die Rentabilität der Geflügelfleischproduktion.
02.07.2021
AMK fordert Mindeststandards für Putenhaltung Geflügel
Die Agrarministerkonferenz (AMK) drängt auf Einführung von Mindeststandards in der Putenhaltung, für die es auf EU-Ebene und in Deutschland bisher keine spezifischen rechtsverbindlichen Mindeststandards gebe und damit die Umsetzung des Staatszieles Tierschutz erschwere. Daher solle das BMEL die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung um einen Abschnitt zur Mastputenhaltung ergänzen. Diese Regelung solle außerdem eine Frist für den Ausstieg aus dem Schnabelkürzen vorsehen.
02.07.2021
TA-Luft im Bundeskabinett verabschiedet Geflügel
Mit der Kabinettsentscheidung am 25. Juni zur Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) sieht der DBV seine Befürchtungen bestätigt. Denn die erhöhten Anforderungen werden einen enormen Investitionsaufwand zur Folge haben, der die Betriebe entweder wirtschaftlich überfordern wird oder nur durch beschleunigtes Größenwachstum der Betriebe wirtschaftlich kompensiert werden kann. Es fehlen immer noch praxistaugliche Regelungen für die Weiterentwicklung in Sachen Tierwohl, dass jetzt auch in der TA-Luft Berücksichtigung finden soll. Hierüber verhandeln BMEL und BMU weiter. Genehmigungsverfahren bleiben ohne einen klaren Vorrang für Tierwohl aufwendig und in den meisten Fällen chancenlos, betont der DBV. Kritisch sei die TA Luft auch vor allem deshalb zu bewerten, weil hiermit deutlich über europäische Vorgaben, beispielsweise zum Stand der Technik, hinausgegangen wird und damit eine europäische Harmonisierung der Standards konterkariert wird. Mit Blick auf die vorgesehenen Übergangsfristen für Nachrüstungen von bestehenden Stallanlagen ist nun die Bundesregierung gefordert, ausreichende Fördermöglichkeiten bezüglich emissionsmindernder Techniken beim Stallumbau zu schaffen, um eine Welle von Betriebsaufgaben zu vermeiden und die Betriebe bei der Weiterentwicklung in Sachen Luftreinhaltung und Tierwohl zu unterstützen.
Die Ankündigung von Aldi, ab 2030 nur noch Frischfleisch der Stufen 3 und 4 zu führen, stellen etliche Nachrüst- und Umbauanforderungen nach der neuen TA Luft nochmal mehr in Frage!


