Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

02.07.2021
Erneuter Rückgang bei deutschen Rinderbeständen
Milch und Rind

(AMI) – Im Mai 2021 wurden in Deutschland gegenüber dem Vorjahr weniger Rinder erfasst, verglichen mit 2020 ging die Zahl der Rinder um 2,2 % zurück. Der Trend aus den Jahren zuvor setzt sich somit fort, da der Rinderbestand in Deutschland seit 2014, als 12,7 Mio. Rinder gehalten wurden, jährlich sinkt. Gründe dafür sind die Reduzierung der Bestände der Milchkühe, sowie die Futterknappheit in den vergangenen Jahren.

Rückgänge der Bestandszahlen sind über alle Bereiche hinweg zu verzeichnen. So sank die Zahl der männlichen Rinder zwischen einem und zwei Jahren im Vergleich zum Mai 2020 um 4,4 %. Auch die Anzahl der Milchkühe nahm mit 2,0 % deutlich ab. Ein verhältnismäßig geringer Rückgang von 0,4 % lässt sich bei den Kälbern und Jungtieren unter einem Jahr verzeichnen. Auch die Zahl der Milchviehhalter reduzierte sich innerhalb eines Jahres um 4,3 %, auf etwa 55.800. Deutschlandweit gaben 2.522 Kuhhalter die Milcherzeugung auf. Diese Entwicklung ist ein Hinweis auf ein weiterhin geringer werdendes Schlachtrinderangebot.

02.07.2021
Bundesrat verschärft Tierschutztransport-VO
Milch und Rind

(DBV, Landvolk Niedersachsen) Der Bundesrat hat eine Änderung der Tierschutz-Transportverordnung beschlossen: Der Transport von Schlachtvieh an Tagen mit Außentemperaturen von über 30 Grad Celsius soll auf 4,5 Stunden begrenzt werden. Eine Verbotsliste von Drittstaaten fand keine Mehrheit. Hingegen sollen aufgrund immunphysiologischer Schwächen Kälber künftig, statt ab dem 15. Lebenstag, erst ab dem 28. Lebenstag transportiert werden dürfen.  Der DBV hat diesen Vorschlag im Vorfeld scharf kritisiert und aus vorab mit den Ländern geführten Gesprächen vernommen, dass die Verordnungsänderung abgelehnt werde. Der Beschluss kam insofern überraschend für die Berufsvertretung. Derzeit wird mit einem In-Kraft-Treten im Herbst 2022 gerechnet. Hinsichtlich Platz, Arbeits- und Kostenaufwand wird der Beschluss Konsequenzen für Milchviehbetriebe haben. Näherer erläutert die Landesvereinigung der Milchwirtschaft e.V. hier.

02.07.2021
ALDI will aus Haltungsstufen 1 und 2 aussteigen
Milch und Rind

ALDI hat für das Frischfleischsegment den Ausstieg aus den Haltungsformen (HS) der Stufen 1 und 2 bis zum Jahr 2030 angekündigt. Bereits ab 2025 soll auf Ware der HS 1 völlig verzichtet werden. DBV-Präsident Rukwied verweist darauf, dass die HS 3 und 4 bisher Marktnischen sind. Für eine Ausweitung des Angebots sind Investitionen, langfristige Liefervereinbarungen sowie ein entsprechendes Finanzierungsangebot notwendig. Außerdem sei der Tierwohlvorrang im Baurecht zwingend umzusetzen.

02.07.2021
Marktorganisation wird sachgerecht angepasst
Milch und Rind

Im Rahmen der GAP-Reform wurde in Brüssel auch über die Gestaltung der Marktorganisation verhandelt. Hierbei wurden sachgerechte kleinere Anpassungen vorgenommen. Der Zeitraum für die Öffentliche Intervention wird um einen Monat verlängert, so dass dieses Kriseninstrument künftig von Februar bis September zur Verfügung steht. Die Größenbeschränkung für Erzeugergemeinschaften wurde von 3,5 % auf 4,0 % der EU-Milchproduktion angehoben. Umgerechnet können nun ca. 6,1 Mrd. kg/Jahresmilchanlieferung gebündelt werden. Alle Vorschläge für zentralstaatliche Eingriffe in Krisenzeiten stießen auf Ablehnung. So wird es z. B. weiterhin keine Strafzahlungen für Landwirte geben, die ihre Produktion ausweiten.

02.07.2021
Milchmarkt
Milch und Rind

(AMI, ZMB) Die Milchanlieferung ist auch in der 24. KW weiter zurückgegangen, um 0,3 % im Vgl. zur Vorwoche. Damit lag das Milchaufkommen 0,5 % unter der Vorjahrswoche. Die Entwicklungen der vergangenen Woche haben sich weiter fortgesetzt. Der Markt verläuft für abgepackte Butter normal mit unveränderten Preisen; für Blockbutter ruhiger mit auf 3,85 bis 3,95 EUR/kg zurückgenommenen Notierungen (Kempten, 30. Juni 2021). Der Käsemarkt zeigt sich ausgeglichen mit stabilem Preisniveau. Die Nachfrage ist weiterhin gut mit Verschiebungen in den Food-Service-Bereich.

Die Pulvermärkte verlaufen weiter ruhig mit uneinheitlichem bis et-was schwächerem Preisniveau. Bei Magermilchpulver werden primär bestehende Kontrakte abgewickelt. Die Ferienzeit trägt ebenfalls zur Beruhigung bei. Darüber hinausgehend wird von Containerknappheit berichtet. Der durchschnittliche bundesweite Milcherzeugerpreis ist für Mai 2021 im Vgl. zum Vormonat um 1,0 Ct/kg auf 34,7 Ct/kg (bei 4,2 % Fett; 3,4 % Ei-weiß) gestiegen. Der Mittelwert der 25 % höchsten Vergleichspreise hat sich um 0,6 Ct/kg und der der 25 % niedrigsten Vergleichspreise um 1,1 Ct/kg erhöht.

02.07.2021
Kartoffel: Regen stört die Ernte
Pflanzen

Wie angekündigt rufen mehrere LEH-Ketten Frühkartoffeln aus deutschem Anbau ab. Vor allem im Südwesten steht genügend abgereifte, schalenfeste Ware bereit, an die aber nicht jeder Erzeuger herankommt. So vermarkten einige besonders viel, andere wenig. Zur Bedarfsdeckung reicht es nur so gerade, vereinzelt wird deshalb Importware vorgezogen. Ein zu großes Angebot wird auch kommende Woche allgemein nicht erwartet, so dass es nur einen ganz moderaten Preisabschlag gibt. Später werden dann derzeit verzögerte Reifeförderung und verspätete Freilandware das Gesamtangebot begrenzen. Den hohen Krankheitsdruck hatte die Landwirte im konventionellen Anbau bisher im Griff.

02.07.2021
Raps vielerorts wieder über 500 Euro-Marke
Pflanzen

Die starken Kursgewinne an der Börse in Paris von rund 32 EUR/t gegenüber Vorwoche sorgen für Preisauftrieb am deutschen Kassamarkt, wo sich die Raps frei Erfasserlager ex Ernte im gleichen Zeitraum um 26 EUR/t verteuerte. Dabei wurden in einigen Bundesländern wieder Preise oberhalb der Linie von 500 EUR/t aufgerufen. Im Schnitt wurden für Lieferungen ex Ernte 486,50 EUR/t genannt. Die Preisspanne hat sich von 475-506 EUR/t um rund 10 EUR/t ausgeweitet. Alterntige Ware wird momentan kaum noch aufgerufen. Aus dem Norden sind noch Spitzenpreise von 580 EUR/t zu hören, aber die kann kaum noch ein Erzeuger mitnehmen. Daher sind auch die spärlichen Meldungen, durchweg nominell und tendieren aufgrund der schwindenden Anzahl rein statistisch schwächer. Denn die Rapspreise habe sich, befeuert vom Terminmarkt, wieder deutlich nach oben bewegt. Zu erkennen ist das an den Geboten für Lieferungen ex Ernte. Aber bei den Erzeugern stoßen die Gebote ebenfalls auf wenig Resonanz, denn große Teile der kommenden Ernte sind bereits vermarktet. Nachdem in Ostdeutschland in den vergangenen Monaten bereits vermehrt Partien ex Ernte 2022 verkauft wurden, werden diese nun auch im Rheinland in die Bücher geschrieben.Unterstützung finden die Preise in der Sorge über mögliche Schäden durch Unwetter und die wohl auch 2021/22 voraussichtlich knappe Versorgungslage in Deutschland und Europa. Auch die hohen Ertragserwartungen vermögen, angesichts gähnend leerer Läger, keinen rechten Preisdruck aufzubauen. Erste Preismeldungen für Sojabohnen liegen in Südbaden bei 475-485 EUR/t und in Bayern bei 437-493 EUR/t.

02.07.2021
Futtergetreide: Futtergetreidepreise rutschen ab
Pflanzen

Haben sich vor weniger als 5 Tagen noch alle über die Sonne und Wärme gefreut, mehren sich nur wieder die Sorgenfalten. Hagel, Sturm und Unwetter lassen einige Schläge verwüstet zurück, vor allem in Süddeutschland blieb vom Mais stellenweise weniger übrig als nach ordnungsgemäßer Ernte. Einige denken über Nachsaat nach. Auch wenn die erste Gerste bereits gedroschen ist, es war nicht in den typischen Frühgebieten Süddeutschlands, sondern auf den leichten Standorten in Ostdeutschland. Denn im Süden läuft vorerst gar nichts in dieser Richtung, weil die Flächen nicht befahrbar sind. Die wechselhafte Witterung mehrt die Sorge um Auswuchs. Gerade bei Gerste wird das Angebot aus der Ernte dringend erwartet. Und auch wenn aus Frankreich bereits Partien angeboten werden, diese haben sich aufgrund des tröpfelnden Angebotes spürbar verteuert und dann kommen noch die Frachtaufschläge aufgrund von Hochwasser dazu. Allerdings hoffen die meisten Käufer, dass das nur Startschwierigkeiten sind und die momentan noch guten bis sehr guten Feldbestände zu einem Angebotsdruck führen, der sinkende Preise mit sich bringt. Daher wird im Moment auch kaum noch Neugeschäft getätigt. Aber es gibt auch pessimistische Stimmen, die wegen der extrem geringen Vorräte mit einer sehr großen Nachfragewelle zur Ernte rechnen, was lokal und temporär, dann erneut zu Nachfrageüberhang und festen Preisen führen könnte. In der aktuellen Woche neigen die Erzeugerpreise für Futtergetreide zu Schwäche, verloren rund 4 EUR/t zur Vorwoche, selbst alterntiger Mais. Futtergerste verzeichnet auf Großhandelsstufe die größte Preisschwäche und gab für prompte, alterntige Lieferungen nach. Gebote für Lieferungen ab September konnten sich mit einem Minus von 4 auf 198 EUR/t franko Niederlande besser behaupten. Alterntige Futterweizen wird aktuell mit 243 EUR/t franko Südoldenburg 10 EUR/t unter Vorwochenlinie bewertet. Preismeldungen aus den Niederlanden liegen mit 205 rund 6 EUR/t niedriger. Mais liegt hinsichtlich seiner Preisverluste mit 13 EUR/t zwischen Gerste und Weizen. Franko Südoldenburg wurden zuletzt 285 EUR/t genannt.