China hat in den ersten fünf Monaten 2021 etwa 2,5 Mio. t Schweinefleisch inkl. Nebenerzeugnissen importiert; das waren 220 000 t oder 10 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Der gesamte Fleischimport belief sich auf 4,34 Mio. t. Durch die zunehmende Aufstockung der Schweinebestände zeigt die Betrachtung der einzelnen Monate von März bis Mai jedoch einen kontinuierlichen Rückgang der Schweinefleischeinfuhren von 580 000 t auf 370 000 t. Damit unterschritt im Mai erstmals in diesem Jahr die eingeführte Menge an Schweinefleisch auch das Niveau des Vorjahresmonats (ca. 7%).
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Lokales aus dem Kreisverband
Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.
Aktuelles aus dem Kreisverband
Aktuelles aus dem Landesverband
01.07.2021
Markt für Schlachtschweine trotz kleiner Mengen schwierig Schwein
(AMI) – Die Lage am deutschen Schlachtschweinemarkt bleibt auch weiterhin angespannt. Von Seiten der Schlachtunternehmen werden dabei das große Angebot innerhalb der EU, eine insgesamt rückläufige Fleischnachfrage und die umfangreichen Kühllagerbestände als Hauptprobleme angeführt.
Entsprechend werden mancherorts noch immer Hauspreise gezahlt. Andererseits bleibt das Angebot nach wie vor klein, die angebotenen Mengen lassen sich zumeist reibungslos vermarkten. Auch die jüngsten Viehzählungsergebnisse bestätigen diesen Eindruck, sowohl beim Schweinebestand insgesamt als auch bei den Sauen kam es zu deutlichen Rückgängen. Entsprechend ist auch in den kommenden Wochen und Monaten von einem anhaltend überschaubaren Angebot auszugehen.
01.07.2021
Brandenburg errichtet ASP-Schutzkorridor zu Polen Schwein
(Min. Brandenburg) Das ASP-Geschehen in Westpolen ist hoch dynamisch, und die Seuche hat sich im Verlauf des Jahres 2021 in den an Brandenburg angrenzenden Gebieten weiter ausgebreitet. Daher hat der Landeskrisenstab zur ASP-Bekämpfung in Brandenburg beschlossen, einen weiteren Zaun und somit einen Schutzkorridor entlang der Grenze zu Polen zu errichten. Der so entstehende Schutzkorridor soll mindestens 500 Meter breit sein. Innerhalb dieses Streifens wird der Wildschweinebestand auf möglichst null reduziert, es findet eine intensive Suche nach Fallwild statt, schweinehaltende Betriebe werden dort in besonderem Maße überwacht. Für die Kosten wird u.a. eine Kofinanzierung durch die EU beantragt und ein solidarisches Finanzierungsmodell durch alle Bundesländer erarbeitet.
01.07.2021
DBV zur Ankündigung von Aldi Nord und Aldi Süd Schwein
Aldi Nord und Aldi Süd haben für Rind-, Schweine-, Hähnchen- und Putenfleisch den schrittweisen Ausstieg aus den Haltungsstufen 1 und 2 bis zum Jahr 2030 angekündigt. Das Konzept beider Unternehmen sieht vor, dass bereits in diesem Jahr der Anteil der Haltungsstufen 3 und 4 von 12 % auf 15 % gesteigert wird und bis 2025 mind. 33 % betragen soll. Bis 2025 soll völlig auf Ware der Haltungsstufe 1 verzichtet werden.
Hierzu äußerte sich DBV-Präsident Joachim Rukwied wie folgt: „Die Haltungsstufen 3 und 4 sind aktuell eine absolute Marktnische. Wenn das Angebot in diesem Segment weiterentwickelt werden soll, sind in der Tierhaltung massive Investitionen und vor allem langfristige und verlässliche Liefervereinbarungen erforderlich. Aber offensichtlich ist der Lebensmitteleinzelhandel nun bereit, auch im Einkauf erhebliche Summen aufzuwenden, um mehr Tierwohl angemessen zu honorieren. Daran hat es bisher häufig gefehlt, wie der Preisdruck der zurückliegenden Wochen ein weiteres Mal bewiesen hat. Glaubwürdig wird diese Ankündigung nur, wenn auch Verarbeitungsware und Fleischerzeugnisse mit einbezogen werden. Wir sind gespannt, wie Aldi sich das vorstellt. Ohne Umsetzung der Empfehlungen des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung und ohne Überwindung der politischen Blockade beim Tierwohlvorrang im Baurecht dürfte aus dieser Idee ohnehin nichts werden, weil die erforderlichen Angebotsmengen nicht bereitgestellt werden können.“
25.06.2021
Eiermarkt im Juni sommerlich ruhig Geflügel
(AMI/MEG) Ab Mitte des Monats wurde die Nachfrage der Verbraucher nach Eiern zunehmend ruhiger. Die sehr hohen Temperaturen sowie die in einigen Bundesländern beginnenden Sommerferien führten zu einer sommerlichen Abschwächung am Markt. Mit der Lockerung der Corona-Sanktionen für den Gastro-Bereich stieg das Interesse der Verarbeiter an, hier konnten am Monatsbeginn auch leicht gestiegene Preise durchgesetzt werden. Im weiteren Monatsverlauf verhielt diese sich eher zurückhaltend. Insgesamt war der Eiermarkt umfänglich mit Ware versorgt. Auch Bioeier standen den Verbrauchern ausreichend zur Verfügung. Bei Freilandware wurde von leichtem Angebotsdruck berichtet, da nach und nach wieder mehr Freilandware auf den Markt kam. Zu Monatsbeginn zogen die Eierpreise am Spotmarkt leicht an. Im Monatsverlauf gab es nur geringfügige Preisänderungen. Zum Monatsende hin wurden leichte Preisabschläge verzeichnet. Im Juni 2021 zogen die Preise für Legehennenmischfutter erneut etwas an, was die Rentabilität erneut belastete.
25.06.2021
DLG-Merkblatt zur Haltung von Masthühnern Geflügel
Der DLG-Ausschuss für Geflügel hat das Merkblatt 406 „Haltung von Masthühnern“ überarbeitet und an die aktuellen Rahmenbedingungen angepasst. Es behandelt die in der Masthühnerhaltung üblichen Haltungsformen und Mastverfahren, von der Leichtmast bis zur Schwermast, aber auch extensive Mastverfahren, beispielsweise in der Bio- oder Labelproduktion. Auch die zunehmend beliebter werdende Mobilstallhaltung wurde aufgenommen. Die Haltungsansprüche der Masthühner werden anhand der Bedürfnisse der Tiere, angefangen bei der Einstreu über die klimatischen Bedingungen, die Lüftung und die Beleuchtung bis hin zur Fütterung eingehend beschrieben. Weiteres Augenmerk liegt auf den zur Erhaltung der Tiergesundheit wesentlichen Voraussetzungen und den für die betriebliche Eigenkontrolle zu erhebenden Tierwohlindikatoren. Anregungen zur Anreicherung der Haltungsumgebung werden dabei ebenso gegeben wie Hilfestellungen zum Einsatz digitaler Assistenzsysteme bei der Herdenüberwachung. Die Fachpublikation wird abgerundet durch eine aktuelle ökonomische Betrachtung der verschiedenen Mastverfahren im Rahmen eines Betriebsvergleichs sowie einer Gegenüberstellung der Erzeugung von Standard- und Premiumhähnchen.
25.06.2021
QS-Stichprobenaudits 2021 Geflügel
QS-Stichprobenaudits 2021
Stichprobenaudits gehören zum Kontrollumfang des QS-Systems. Die Kosten für die Stichprobenaudits werden von QS getragen. Ein solches Audit hat – außer bei K.O.-Bewertungen – keine Auswirkungen auf den regulären Kontrollrhythmus oder den QS-Status. QS hat coronabedingt auch in diesem Jahr die Rahmenbedingungen für die Stichprobenaudits angepasst. Hier die wichtigsten Punkte: Der Durchführungszeitraum ist das gesamte 2. Halbjahr 2021. Die Zertifizierungsstellen bzw. Auditoren haben die Möglichkeit, die Stichprobenaudits am Vortag gegenüber dem Systempartner anzukündigen. Ein Stichprobenaudit hat keinen Einfluss auf den QS-Status eines Standorts. Nur bei einer K.O.-Be-wertung verliert der Standort die QS-Zulassung. Dann ist die Durchführung eines neuen Systemaudits erforderlich.
25.06.2021
Deutscher Bauerntag 2021 Geflügel
Präsident Rukwied betonte in seiner Grundsatzrede am Mittwoch anlässlich der Eröffnung des DBT 2021, es wäre fatal, wenn bei der Weiterentwicklung der Tierhaltung nach der Bundestagswahl wieder bei Null begonnen würde. Das von einer Expertenkommission um den früheren Agrarminister Jochen Borchert vorgelegte Konzept für höhere Standards mit Vorschlägen zur gesicherten Finanzierung habe in dieser Wahlperiode leider nicht mehr umgesetzt werden können. Hierzu müssten dann aber von der neuen Regierung sehr schnell Entscheidungen getroffen werden. Kanzlerin Angela Merkel hob in Ihrer Rede hervor, dass die Tierhaltung nicht nur ein ökonomisch bedeutsamer Zweig der Landwirtschaft sei, sondern auch eine große Rolle für ihre gesellschaftliche Akzeptanz spielt. Das Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung, Machbarkeitsstudien und Folgenabschätzungen bestätigen, dass es bei Verbesserungen des Tierwohls nicht mehr um das Ob, sondern um das Wie geht. „Klar ist, dass Tierhalter Planungssicherheit brauchen. Wir brauchen rechtssichere und praktikable, aber auch politisch vermittelbare Lösungen. Wir sollten den derzeitigen parteiübergreifenden Konsens nutzen, um eine nachhaltige Nutztierhaltung voranzubringen und so dem Sektor insgesamt eine Perspektive zu geben.“

