Nach einem kurzen Rücksetzer kehren die Getreidepreise wieder in den Aufwärtstrend zurück. Geschäfte kommen derzeit aber nur sporadisch zustande. Angesichts des hohen Verkaufsstandes der Ernte 2021 bleibt die Abgabebereitschaft der Erzeuger jedoch gering. Neuabschlüsse sind bei ihnen derzeit kein Thema. Verarbeiter ordern nur bei promptem Bedarf. Die Mischfutterhersteller in den Veredlungsregionen Südoldenburg, Westfalen und den Niederlanden sind bemüht, Ware bis zum Anschluss an die neue Getreideernte zu kontrahieren. Demgegenüber bekunden viehhaltend Betriebe bisher nur wenig Kaufinteresse bezüglich der kommenden Saison. Mit den steigenden Terminkursen für Mais legten auch am Kassamarkt die Preise für das überaus knappe Gut kräftig zu. Der Fronttermin in Paris legte im Vergleich zur Vorwoche um 14,25 EUR/t, hat aber auch einen großen Anteil an technischer Spekulation, denn er läuft bald aus. Der November-Kontrakt legte im Vergleich zur Vorwoche um 7 auf 207,75 EUR/t zu. Erzeuger in Deutschland sehen sich Geboten um durchschnittlich 241 EUR/t gegenüber, das sind knapp 5 EUR/t mehr als zuvor. Das ist dasselbe, was auch die Großhandelspreise zugelegt haben. Franko Südoldenburg oder Niederlande wird aktuell von 287 EUR/t gesprochen. Damit wird der Preisabstand zu Weizen und Gerste weiter ausgebaut. Damit wird alterntige Futtergerste auf Großhandelsstufe jetzt auf einer Preisebene wie Futterweizen bewertet. Dieser wird ebenfalls mit 255-260 EUR/t in den Veredelungsregionen im Westen bewertet und so 3-4 EUR/t über Vorwochenlinie. Das aktuell immer noch bestehende Kaufinteresse an Futtergerste lässt die Großhandelspreise um 2-3 EUR/t steigen, wobei auch Unterstützung von den Terminmärkten kommt. Franko Südoldenburg waren zuletzt 254 EUR/t aufgerufen, franko Niederlande sogar 260 EUR/t. In Bezug auf die nächste Ernte sind die Abstände zwischen Weizen und Gerste deutlich größer. Aber beide haben zur Vorwoche kräftig zugelegt. Futterweizen franko Niederlande zur Lieferung ab September kostete zuletzt 220 EUR/t und damit 12 EUR/t mehr als noch vor einer Woche. Futtergerste erreicht dort die Marke von 212 EUR/t, was ebenfalls 12 EUR/t mehr sind als zuvor.
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04.06.2021
Brotgetreide: Preisauftrieb erfasst vor allem neue Ernte Pflanzen
Die Weizenpreise für Partien der alten Ernte konnten sich behaupten, der Kursanstieg am 01.06.21 war in den wöchentlichen Preismeldungen allerdings nicht mehr berücksichtigt worden. Die Kassapreise finden derzeit ohnehin wenig Beachtung bei den Abgebern. Alterntiges Getreide ist lange vom Hof und die kommende Ernte ist vielerorts bereits umfangreich vermarktet worden. Die Weizenkurse haben in den vergangenen Tagen zweimal kräftig zugelegt und zu einem Plus gegenüber Vorwoche von 14,25 EUR/t für den Fronttermin geführt. Die Großhandelspreise für Brotweizen der Ernte 2020 haben sich indes kaum verändert. Erzeuger erhielten in der 22. KW Kurse für Qualitäts- und Brotweizen teils 2 EUR/t weniger, teils bis zu 4,40 EUR/t mehr. Die meisten Preismeldungen sind ohnehin nominell, weil kein Umsatz mehrdahintersteht und immer mehr Regionen klinken sich aus der Preisberichterstattung für alterntige Ware aus. Denn hinsichtlich der Getreideumsätze gibt es kaum etwas zu berichten. Verkäufer sind am Markt rar, Handelsunternehmen auf der Suche nach alt- und neuerntiger Gerste, aber auch nach Weizen. Für die Erntezeit sind bereits erste Schiffsverladungen geplant. Ganz klar im Fokus steht die Vermarktung der kommenden Ernte, wobei in einigen Regionen die Erzeuger auch hier bereits mehr als 50 % ihrer potenziellen Ernte verkauft haben. Für Partien der Ernte 2021 sind die Preise in den vergangenen Tagen kräftig nach oben gegangen. So wurden zuletzt für Brotweizen franko Niederrhein zur Lieferung ab September 220 EUR/t genannt und so 10 EUR/t mehr als in der Vorwoche. Bei den Erzeugerpreisen erreichte der Preisaufschlag 5,30 EUR/t so dass zuletzt 190 EUR/t im Schnitt frei Erfasserlager gemeldet wurden.
04.06.2021
IGC: Aufschwung wird Getreideverbrauch stärken Pflanzen
Die Lockerung der Pandemie-Beschränkungen dürfte den Verbrauch von Getreide für Biokraftstoffe und Nahrungsmittel 2021/22 antreiben, aber nicht überall auf der Welt. Die Prognose für den weltweiten industriellen Einsatz von Getreide 2020/21 wurde gegenüber der vorangegangenen Quartalsschätzung um 2,6 auf 360,6 Mio. t angehoben, was v.a. auf eine höhere als zuvor erwartete Verwendung von Mais für Ethanol in den USA, Brasilien und China zurückzuführen ist. Obwohl sich die globale Verwendung von Getreide für Ethanol von dem pandemiebedingten Einbruch etwas erholt hat, bleibt die Prognose etwa 7 % unter dem vorherigen Höchststand, hauptsächlich aufgrund von Verbringungsbeschränkungen in einigen Ländern im Laufe im Wirtschaftsjahr 2020/21. Die Herstellung von Stärke war weniger von Corona betroffen, da die verarbeitenden Sektoren größtenteils unbeeinträchtigt blieben, aber der wirtschaftliche Abschwung hat die Nachfrage nach einigen Industrieprodukten gedämpft, so wird die Verwendung von Stärke für 2019/20 und 2020/21 als weitgehend stabil eingeschätzt. Die Wiedereröffnung des Gastgewerbes in einigen Ländern und die Wiederaufnahme großer Sportereignisse sorgen für einen Aufschwung der Nachfrage nach Bier und Alkohol, die 2020/21 wieder das Niveau von vor zwei Jahren erreichen dürfte. Während die Einführung des Impfstoffs den Optimismus für eine Rückkehr zu einer normaleren Konsumtätigkeit in den kommenden Monaten steigert, wird der Nachfrageausblick immer noch durch die Pandemie getrübt, da die Virusfälle in einigen Ländern weiterhin hoch sind und sich neue Varianten der Krankheit weiter ausbreiten. Die wirtschaftlichen Bedingungen zeigen Anzeichen eines Aufschwungs, wobei in einigen Ländern eine starke Beschleunigung der Aktivität zu beobachten ist, da die Abriegelungsmaßnahmen gelockert werden und die staatlichen Konjunkturmaßnahmen greifen. Es wird jedoch erwartet, dass die Erholung weltweit uneinheitlich ausfallen wird. In den Regionen, die noch immer von weit verbreiteter Ansteckung betroffen sind oder bei der Einführung von Impfungen hinterherhinken, wird die wirtschaftliche Lage möglicherweise relativ gedämpft bleiben. Darüber hinaus besteht das Potenzial
für länger anhaltende Veränderungen im
Verbraucherverhalten, wie z. B. vermehrte Heimarbeit oder freiwilliges soziales Fernbleiben, was die Nachfrage nach einigen Industrieprodukten beeinflussen könnte. Ein Zeichen dafür, dass die Nachfrage in einigen Ländern wieder auf das Niveau von vor der Pandemie zurückkehrt, war z.B. die wöchentliche Ethanolproduktion in den USA Mitte Mai, die höchste seit März 2020. Die Produktion wird durch die steigende Kraftstoffnachfrage aufgrund der zunehmenden Fahrzeugnutzung sowie durch günstige Gewinnmargen für Ethanolproduzenten unterstützt, die teilweise auf feste Exporte und Preise für DDGS zurückzuführen sind. Während China deutlich weniger DDGS aus den USA gekauft hat, haben die gestiegenen Lieferungen in andere Destinationen dies fast kompensiert, allen voran in die EU, die Türkei und eine Reihe von Märkten in Südostasien. Erste Prognosen für die industrielle Getreidenutzung 2021/22 deuten auf ein Gesamtwachstum von 3 % auf einen Rekordwert von 370 Mio. t hin. Die Nachfrage nach Ethanol wird 4 % höher angesetzt als 2020/21, läge aber mit 189 Mio. t, einschließlich der Nicht-Kraftstoff-Verwendung, immer noch etwas unter dem bisherigen Höchststand von 2017/18. Das Wachstum bei der Stärkeverwendung wird mit 1,4 % etwa halb so hoch wie im langfristigen Durschnitt der Jahre 2013/14 bis 2018/19 gesehen, wäre aber mit 144 Mio. t dennoch Rekord. Der Verbrauch für die Mälzereien und Destillen wird mit 35,9 Mio. t voraussichtlich leicht über dem Niveau von vor der Pandemie liegen, aber aufgrund einer längerfristigen Verschiebung der Verbrauchernachfrage weg von Bier hin zu anderen Getränken voraussichtlich nicht wieder die historischen Höchstwerte erreichen

04.06.2021
Terminmärkte aktuell Pflanzen

03.06.2021
Mehr Schweine in dänischen Ställen Schwein
In Dänemark wurden zum Stichtag 1. April 2021 insgesamt 13,15 Mio. Schweine registriert; das waren 393 000 Tiere oder 3,1 % mehr als im Vorjahr. Bereits seit Januar 2020 nimmt die dänische Schweinepopulation bei den vierteljährlichen Erhebungen zu. Aktuell sind dort so viele Tiere eingestallt wie seit 2007 nicht mehr in einem Frühjahr. Wesentlich zum Gesamtanstieg trug die Aufstockung der Mastschweine bei, deren Zahl im Vorjahresvergleich um 8,3 % auf 3,13 Mio. Tiere wuchs. Ebenfalls wurde die Sauenherde aufgestockt; sie erhöhte sich um 1,1 % auf fast 1,27 Mio. Tiere. Der seit einiger Zeit zunehmende Schweinebestand lässt auch die dänische Schweinefleischerzeugung wachsen.
03.06.2021
Nicht vergessen: Tierhalter-Erklärung zum Kupierverzicht Schwein
Das Kupieren von Ferkelschwänzen ist nach EU-Recht schon seit 1991 nur im Einzelfall und mit ausdrücklicher Begründung erlaubt, wurde aber in vielen EU-Mitgliedsländern routinemäßig durchgeführt. Die EU verschärfte in 2018 den Druck auf die Mitgliedsländer, den Kupierverzicht voranzubringen und den Anteil von Schweinen mit intaktem Schwanz kontinuierlich zu erhöhen.
In Deutschland sind Schweinehalter im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Kupierverzicht bereits seit dem 1. Juli 2019 verpflichtet, eine sog. Tierhalter-Erklärung abzugeben. Sie dient als Nachweis, dass das Kupieren derzeit eine unerlässliche Maßnahme ist, da mehr als 2 % der Tiere Bissverletzungen aufweisen. Diese Erklärung kann nur nach der Durchführung einer Risikoanalyse und der sich daraus ergebenden Optimierungsmaßnahmen sowie einer Dokumentation von Schwanz-/Ohrverletzungen ausgefüllt werden. Die Tierhalter-Erklärung ist jeweils nur für ein Jahr gültig.
03.06.2021
ASP dämpft Schweinefleischexporte Schwein
(AMI) – Gegenüber dem vorangegangenen Jahr sind die Ausfuhren von deutschem Schweine-fleisch insgesamt leicht gesunken. Vergleicht man den Zeitraum von Januar bis März 2021 mit dem Vorjahreszeitraum, so wurde insgesamt 2,2 % weniger Schweinefleisch aus Deutschland exportiert.
Der Grund hierfür liegt unter anderem in dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest im September 2020 und den damit verbundenen Exportrestriktionen seitens einiger Drittländer. Entsprechend dieser Handelseinschränkungen haben die Drittlandsexporte mit einem Minus von 48 % anteilig am stärksten abgenommen. Besonders groß war dabei der Rückgang an Schweinefleischlieferungen nach China, diese sind im Vergleich zum Vorjahr um 95 % gesunken. Da China zuvor der wichtigste Abnehmer für deutsches Schweinefleisch war, hatte dieser Einbruch besonders große Auswirkungen auf die Entwicklung der Gesamtexporte.
Anders hingegen präsentiert sich der innereuropäische Handel, hier konnte Deutschland die Ab-lieferungen mit einem Plus von 31 % deutlich ausbauen. Diese Steigerung liegt darin begründet, dass deutsches Schweinefleisch im europäischen Vergleich kostengünstiger angeboten wird. Insbe-sondere die Niederlande sowie Polen haben ihre Abnahmemengen erheblich gesteigert. Somit stehen die Niederlande an Platz 1 der wichtigsten Abnehmer für deutsches Schweinefleisch.
02.06.2021
ITW Fachausschuss Geflügel Geflügel
Der Fachausschuss Geflügel der Gesellschaft zur Förderung des Tierwohls in der Nutztierhaltung (ITW) tagte am Dienstag. Neu wurde Paul-Heinz Wesjohann zum stellv. Vorsitzenden benannt. Die Aufnahme von Mastenten zum 1.8.2021 wurde angenommen. An der ITW beteiligen sich derzeit 2.719 Betriebe mit einer Marktdurchdringung von 80 % (Schweinemast 35 %).

