Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

11.08.2025
Einladung zur Veranstaltung „Kirche trifft Landwirtschaft“

Jetzt anmelden für den 3.9.2025

Der Landvolk-Bezirksverband Stade und die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers, Sprengel Stade, laden herzlich ein zu einem besonderen Nachmittag, bei dem Kirche und Landwirtschaft miteinander ins Gespräch kommen.

???? Datum: 3. September 2025 ???? Uhrzeit: 14:00 – 17:00 Uhr ???? Ort: Masterrind Verden, Osterkrug 20, 27283 Verden

Programm 14:00 Uhr – Eröffnung und Begrüßung Susanne Wendorf-von Blumröder / Jörn Ehlers

14:15 Uhr – Vortrag Masterrind/Synetics Steffen Bartels und Hermann-Josef Schmidt

14:45 Uhr – Rundgang Masterrind

15:15 Uhr – Kaffee und Kuchen

15:45 Uhr – Neues aus der Landeskirche Dr. Martin Krarup (Superintendent)

16:00 Uhr – Vortrag Jörn Ehlers / Alexander von Hammerstein (Landvolk)

16:20 Uhr – Andacht, Segen und Verabschiedung Susanne Wendorf-von Blumröder (Superintendentin)

Für eine bessere Planung bitten wir um Anmeldung bis zum 28. August 2025 bei Silke Aswald ???? E-Mail: aswald@landvolk-row-ver.de

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und auf spannende Begegnungen zwischen Kirche und Landwirtschaft!

07.08.2025
Wölfe kennen keine biogeographischen Regionen – die Politik schon

Wölfe kennen keine biogeographischen Regionen – die Politik schon

Es gibt nach der Logik der europäischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie zwei Populationen von Wölfen in Deutschland: die atlantische und die kontinentale Population. Beide treffen sich in Niedersachsen. Denn die biogeografische Region „atlantisch“ umfasst den Nordwesten Deutschlands, während die „kontinentale“ Region fast den gesamten Rest der Republik ausmacht. Was für Pflanzen Sinn macht, ist für die hochmobilen Wölfe jedoch weit von der Realität entfernt, schreibt der Landvolk-Pressedienst.

Während sich die Tiere in Feld und Wald in Niedersachsen vermischen und biogeographische Grenzen überschreitend leben und jagen, verursacht die Einteilung in biogeografische Regionen einen entscheidenden rechtlichen Unterschied. Die Population des atlantischen Wolfes wurde als „günstig“ eingestuft und auch so von der Bundesregierung an die EU gemeldet, während der Zustand der Wolfspopulation der kontinentalen Art vorerst als „unbekannt“ gemeldet wurde. Dies könnte zukünftig in der Praxis beim Wolfsmanagement zu unterschiedlichen Rechtslagen innerhalb Niedersachsens führen.

„Die Meldung als „unbekannt“ ist natürlich Quatsch, es gibt keine Tierart, die ein besseres Monitoring hat“, sagt Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers. Er freut sich zwar, dass Teile Niedersachsens den Status des günstigen Erhaltungszustandes bekommen haben, das Landvolk Niedersachsen fordert jedoch von der Bundesregierung eine zügige Meldung an die EU mit der Feststellung des günstigen Erhaltungszustandes auch für die kontinentale Art und damit für ganz Niedersachsen. „Die Einstufung darf nicht aus ideologischen Gründen hinausgezögert werden“, mahnt Ehlers. Ihm ist wichtig, dass in Niedersachsen der Weg freigemacht wird für ein echtes Bestandsmanagement der Raubtiere. „Nur so können wir die Weidetiere schützen, unsere einmalige Kulturlandschaft erhalten, die Deichsicherheit gewährleisten und den Tierhaltern ihre Existenz sichern“, sagt Ehlers.

„Eine latente Gefahr für Schafe, Ziegen und Gatterwild wird auch nach der Einstufung bleiben“, sagt Helmut Habermann vom Aktionsbündnis Aktives Wolfsmanagement. Der Pferdezüchter aus Hänigsen fordert, dass in Hotspots, in denen Rinder und Pferde angefallen werden, Wölfe konsequent bejagt werden dürften. „Denn die Untergrenze von 44 Rudeln muss ja laut Umweltminister Christian Meyer in Niedersachsen bestehen bleiben, um den günstigen Erhaltungszustand beizubehalten“, gibt er zu bedenken. Für die Tierhalterinnen und Tierhalter von kleinen Wiederkäuern ändert sich daher auch mit der Feststellung des günstigen Erhaltungszustandes nur wenig. „Trotzdem ist das ein großer Schritt in die richtige Richtung“, sagt Habermann. Es bleibe jedoch abzuwarten, was der Gesetzgeber daraus mache. Herdenschutz erfülle nur seinen Zweck, wenn auch eingegriffen werden dürfe, wenn dieser überwunden werde. „Anders als Naturschutzverbände glauben, reicht der Herdenschutz alleine nicht aus“, stimmt Ehlers zu. Er funktioniere nur, wenn bei Übergriffen schnell gehandelt werden könne.

04.08.2025
„Sommergespräche“ mit Politik im Landvolk-Podcast

Drei Extra-Folgen mit Miriam Staudte, Thordies Hanisch und Marco Mohrmann

Die Politik macht Sommerpause – das Landvolk nicht. Unter diesem Motto startet der Landvolk-Podcast eine besondere Gesprächsreihe: die „Sommergespräche“. In drei Extra-Folgen kommen mit Miriam Staudte, Thordies Hanisch und Dr. Marco Mohrmann sowohl Vertreterinnen und Vertreter der Landesregierung als auch der Opposition zu Wort. Im Zentrum der Gespräche stehen Zukunftsfragen der Landwirtschaft, die Landvolk-Klimaschutzstrategie und das Tierwohl-Projekt „tierischGut aus Niedersachsen“, teilt der Landvolk-Pressedienst mit.

Die erste Folge bestreitet Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte gemeinsam mit Landvolk-Vizepräsident Hubertus Berges, Schweinehalter und Ackerbauer aus Cloppenburg. Staudte berichtet darin von ihren persönlichen Wurzeln: Aufgewachsen mit den Eindrücken von Omas Hof, selbst mit Plänen für einen landwirtschaftlichen Beruf, sammelte sie früh Praxiserfahrungen auf Bio-Höfen. Ihre Vision für die Landwirtschaft 2050 ist von Licht und Schatten geprägt: „Klimabedingt wird es immer schwieriger, zu wirtschaften. Da wird wahnsinnig viel auf uns zukommen. Wassermanagement wird ein zentrales Thema werden“, sagt sie. Gleichzeitig sieht Staudte Chancen in der Digitalisierung, der Erweiterung von Einkommensquellen und einer vielfältigeren Strukturierung der Höfe. Berges stimmt zu, dass die Landwirtschaft in 25 Jahren ein anderes Gesicht haben wird. „Eindeutige Trends sind heute schwer erkennbar, deshalb herrscht Unsicherheit auf den Höfen“, betont er. Dennoch hofft er, dass die bäuerliche Landwirtschaft prägend für Niedersachsen bleibt – möglicherweise in neuen Kooperationsformen, attraktiv gestaltet für die nächste Generation.

In der zweiten Folge spricht Podcast-Moderatorin Wibke Langehenke mit Dr. Marco Mohrmann (CDU) und Landvolk-Vizepräsident Frank Kohlenberg. Mohrmann, agrarpolitischer Sprecher der CDU Niedersachsen, gibt dabei Einblicke in seine Erwartungen an das neubesetzte Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH). „Wir werden auch in 25 Jahren eine starke Landwirtschaft in Niedersachsen haben. Starke ländliche Räume gehören zu unserem Land“, blickt Mohrmann optimistisch in die berühmte Glaskugel und macht dabei klar, dass Politik dafür entsprechende Freiräume schaffen muss. Kohlenberg sieht ebenfalls eine Zukunft für eine vielfältige Landwirtschaft – ökologisch wie konventionell. „Landwirte liefern die Grundstoffe für Essen, Trinken und Energie“, unterstreicht er und verweist auf die unverzichtbare Rolle der Landwirtschaft in der Gesellschaft. Auch er rechnet mit weiteren Veränderungen im Zuge des Strukturwandels, aber nicht mit einem Verschwinden der Betriebe.

Die dritte Folge der Sommergespräche bestreiten Thordies Hanisch, Sprecherin für Umwelt, Energie und Klimaschutz der SPD Niedersachsen, und Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers. Hanisch ist überzeugt: „Die Veränderungen der vergangenen 25 Jahre werden sich fortsetzen. Der Beruf des Landwirts wird diverser und digitaler.“ Besonders wichtig seien künftig Systemdienstleistungen für Umwelt- und Naturschutz – etwa Beiträge zum Klimaschutz, Biodiversität oder Wasserrückhalt. Ehlers sieht die Landwirtinnen und Landwirte als Produzentinnen und Produzenten hochwertiger Nahrungsmittel, aber auch als Lösungsanbieterinnen und Lösungsanbieter für gesellschaftliche Herausforderungen. „Das Arbeitsfeld wird vielfältiger, und genau darin liegt auch eine Chance“, betont er.

Mit den Sommergesprächen will das Landvolk eine Plattform schaffen, auf der politische Positionen aus Regierung und Opposition direkt mit der landwirtschaftlichen Praxis in Verbindung gebracht werden. Moderatorin Wibke Langehenke führt die Gespräche bewusst so, dass neben langfristigen Visionen auch aktuelle Herausforderungen Platz finden – von Klimaschutz über Tierwohl bis zu wirtschaftlichen Perspektiven. „Uns ist wichtig, nicht nur Schlagzeilen zu diskutieren, sondern den Blick in die Zukunft zu wagen“, erklärt Langehenke. Dass dabei unterschiedliche Sichtweisen auf die Landwirtschaft 2050 zutage treten, ist gewollt. So zeigen sich nicht nur Gemeinsamkeiten, etwa beim Bekenntnis zu einer starken Landwirtschaft in Niedersachsen, sondern auch Unterschiede in den Wegen dorthin.

Das Landvolk Niedersachsen will die Sommergesprächsreihe im kommenden Jahr fortsetzen. „Dann kann man sehen, was erreicht wurde, woran es hakt und welche neuen Themen auf uns zukommen“, sagt Ehlers. Ziel sei es auch, den Forderungskatalog des Landvolks sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene Schritt für Schritt zu diskutieren.

„Die Landwirtschaft steht vor enormen Veränderungen. Umso wichtiger ist es, dass wir im Gespräch bleiben – mit allen politischen Akteuren“, fassen Kohlenberg und Berges zusammen. Die Resonanz auf die bisherigen Folgen habe gezeigt, dass Landwirtinnen und Landwirte und politische Entscheidungsträger von diesem direkten Dialog profitieren.

Neben den Sommergesprächen widmet sich der Landvolk-Podcast auch anderen Schwerpunkten. In Staffel 1 stand die Klimaschutzstrategie des Landvolks Niedersachsen im Mittelpunkt. Aktuell wird das Tierwohl-Projekt „tierischGut aus Niedersachsen“ begleitet. Ziel ist es, der breiten Öffentlichkeit zu vermitteln, wie Niedersachsens Landwirtschaft zum Klimaschutz beiträgt und gleichzeitig Tierwohl in den Fokus rückt. Alle Folgen sind auf Spotify abrufbar. Die Mischung aus fachlichem Input, persönlichen Einblicken und politischem Ausblick macht den Podcast zu einer festen Größe im landwirtschaftlichen Informationsaustausch.

28.07.2025
Ein festlicher Auftakt in den Berufsalltag

Freisprechungsfeier der landwirtschaftlichen Absolventinnen und Absolventen der BBS Rotenburg und der BBS Verden

Vergangenen Freitag versammelten sich im Elsdorfer Hof 41 frisch ausgebildete Landwirtinnen und Landwirte sowie ein Werker in der Landwirtschaft von den Berufsbildenden Schulen Rotenburg und Verden, um ihre gemeinsame Freisprechung zu feiern. Ein besonderer Tag, an dem nicht nur die erfolgreichen Abschlussprüfungen gewürdigt, sondern auch Freundschaft, Gemeinschaft und die große Verantwortung des Berufsstandes ins Rampenlicht gerückt wurden.

Der Abend begann festlich mit einem Sektempfang, auf den die offizielle Begrüßung durch Christian Intemann, Rotenburger Kreislandwirt und Vorsitzender des Landvolk-Kreisverbandes Rotenburg-Verden e.V., folgte. Nachdem alle Anwesenden sich am Buffet gestärkt hatten, übernahm Intemann erneut das Wort und betonte in seiner Rede die langfristige Relevanz der heimischen Landwirtschaft: „Eines ist ganz sicher: Wir werden auch zukünftig Landwirte und Landwirtschaft in Deutschland brauchen! Wir werden weniger Betriebe haben, aber auf diesen Betrieben werden größere Teams arbeiten.“ Mit dieser Aussicht auf einen sich wandelnden, aber unverzichtbaren Beruf eröffnete er den offiziellen Part der Feierlichkeiten.

Die ehemaligen Schülerinnen und Schüler Deike Katharina Corleis, Wilken Gieschen und Enya Patterson der BBS Rotenburg erinnerten in ihrer humorvollen und zugleich emotionalen Ansprache an die lustigen und unvergesslichen Momente ihrer Ausbildungszeit. „Heute nehmen wir Gemeinschaft und Freundschaft mit“, fasste Corleis zusammen. Die drei machten deutlich, dass die Landwirtschaft für die Absolventinnen und Absolventen weit mehr als ein einfacher Beruf sei, sondern ihre wahre Berufung und Leidenschaft, welcher sie sich mit viel Verantwortungsbewusstsein gegenüber Gesellschaft und Natur annehmen würden: „Wir stehen an der Schnittstelle von Tradition und Innovation“, erklärte Patterson eindrucksvoll. Ein besonderer Dank galt allen, die den Abend möglich gemacht hatten: den großzügigen Sponsoren, Ausbildungsberatern, Lehrkräften, dem Kreislandwirt und allen Organisatoren.

Danach folgte ein nostalgischer Höhepunkt: Die Ausbildungsberater der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Constanze Wellenbrock und Sören Wilkening, ließen in einer Diashow viele Fotos aus der Ausbildungszeit Revue passieren. Wilkening lobte den Berufsnachwuchs mit den Worten: „Ihr habt einen Beruf gewählt, der nicht nur körperlich fordert, sondern auch ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, Fachwissen und Durchhaltevermögen abverlangt. In einer Zeit, in der sich vieles verändert, vom Wetter bis zur Gesetzgebung, braucht es Menschen wie euch, die mitdenken, mit anpacken und nicht nur meckern, sondern machen!“

Auch die Lehrkräfte der BBS Rotenburg und Verden, vertreten durch Sebastian Peters, Andreas Martius und Caren Ahrendt, richteten Worte des Glückwunsches und der Ermutigung an die Absolventinnen und Absolventen.

Ein besonderer Moment war die Zeugnisübergabe, bei der herausragende Leistungen gewürdigt wurden: Jan Marten Müller von der BBS Rotenburg beeindruckte mit der Bestnote 1,3. Er lernte auf den Höfen Thomas Müller in Vorwerk und der Klindworth KG in Wiersdorf. Nur knapp dahinter folgte Bodo Grube aus Schwaförden mit der Note 1,4, der ebenfalls für das beste Berichtsheft ausgezeichnet wurde und seine Ausbildung bei Christian Dohrmann in Welle und Arne Willenbrock in Holtum-Geest absolvierte. Auch Deike Katharina Corleis konnte mit der Note 1,6 glänzen. Sie wurde auf der Hof Fitschen GbR in Hollenbeck und auf dem Hof Diercks in Riekenbostel ausgebildet. Von der BBS Verden erzielte Finja Bruns mit ebenfalls 1,6 die beste Abschlussnote. Sie hat bei Helmut Kraul in Stedorf sowie bei der Neumann GbR in Riekenbostel gelernt. Für das beste Berichtsheft von der BBS Verden wurde Inga Santelmann aus Böhme geehrt, die ihre Ausbildungszeit bei der Milchproduktion Hogrefe KG in Neddenaverbergen und bei der Reiner Wortmann KG in Beppen verbrachte. Herzliche Glückwünsche an alle für ihre großartigen Leistungen!

vl. Bodo Grube, Inga Santelmann, Finja Bruns, Deike Katharina Corleis, Jan Marten Müller vl. Bodo Grube, Inga Santelmann, Finja Bruns, Deike Katharina Corleis, Jan Marten Müller

16.07.2025
Zoom-Veranstaltung der Landvolk-Kreisverbände des Bezirks Stade

Zukunftssichere Energie für landwirtschaftliche Betriebe & Privathaushalte mit PRIMAGAS

Am 23.07.2025 bieten wir unseren Mitglieder gemeinsam mit den weiteren Landvolk-Kreisverbänden vom Bezirk Stade eine Online-Veranstaltung zum Thema zukunftssichere Energie für landwirtschaftliche Betriebe und Privathaushalte an. Der Energiemarkt unterliegt verstärkt externen Faktoren, wodurch eine sichere Versorgung des eigenen Betriebes zunehmend in den Fokus rückt. Herr Udo Meurer von der Firma PRIMAGAS wird Euch hierzu im Rahmen einer Zoom-Veranstaltung ausführliche Informationen geben.

Neue Kundinnen und Kunden sowie auch Kundinnen und Kunden mit bereits bestehenden Verträgen sind herzlich eingeladen, für den eigenen Betrieb aktuelle Zahlen über die nachhaltige Energieversorgung zu erlangen.

Start: 19.30 Uhr – ab 19 Uhr ist der Warteraum geöffnet
Dauer: bis ca. 21.00 Uhr

Die Veranstaltung ist kostenlos und es ist keine vorherige Anmeldung nötig. Die Teilnahme an der Zoom-Veranstaltung erfolgt über den folgenden Link bzw. die folgenden Zugangsdaten:

https://us02web.zoom.us/j/81698435185?pwd=vELWMbrAkkpB8VWyfYqsGBj8SUSftO.1 

Meeting-ID: 816 9843 5185
Kenncode: 265276

11.07.2025
Im Dialog mit der Politik

Offener Austausch mit Bundestagsabgeordneter Lena Gumnior

Kürzlich fand ein intensiver und konstruktiver Austausch zwischen dem Landvolk-Kreisverband Rotenburg-Verden und der Bundestagsabgeordneten Dr. Lena Gumnior (Bündnis 90/Die Grünen) aus dem Wahlkreis Osterholz-Verden statt. Diskutiert wurden aktuelle und teils brisante Themen wie die Wiedervernässung von Mooren, der Umgang mit dem Wolf, die Tierhaltungskennzeichnung, die geplante Agrarstrukturreform, der Ausbau erneuerbarer Energien und das Projekt “Ottersberger Weg”. Ziel des Gesprächs war es, die Herausforderungen der landwirtschaftlichen Praxis offen anzusprechen und Lösungen im Dialog mit der Politik zu finden.

Auf Grund der Länge des Textes finden Sie die vollständige Meldung HIER.

10.07.2025
Copa-Cogeca Fragebogen für Landwirte mit Tierhaltung

Bitte um Mithilfe

Copa-Cogeca, der Zusammenschluss der europäischen Bauernverbände und Genossenschaftsverbände, bittet um Ihre Mithilfe. Angesprochen sollen sich Landwirte aus der Vieh- und Fleischbranche fühlen und einen Fragebogen ausfüllen, der in sieben Sprachen zur Verfügung steht. Ziel dieses Fragebogens ist es, aus erster Hand Informationen über die wichtigsten Herausforderungen zu erhalten, mit denen der Viehzuchtsektor derzeit konfrontiert ist. Darüber hinaus soll herausgefunden werden, welche Unterstützung die Landwirte benötigen, um diese Herausforderungen zu bewältigen sowie die Wettbewerbsfähigkeit und Rentabilität des EU-Tierhaltungssektors zu gewährleisten. Die gesammelten Daten können Copa-Cogeca genutzt werden, um Themen für künftige Arbeitsgruppensitzungen oder für Präsentationszwecke vorzuschlagen.

HIER gelangen Sie zum Fragebogen.

Um eine Teilnahme wird bis zum 25.07.2025 gebeten.

10.07.2025
„TierischGut“ auf der Tarms: Landwirtschaft im Dialog

Landvolk-Vizepräsident Ehlers: „Landvolk-Kampagne zeigt Niedersachsens Status“

Vom 11. bis 14. Juli 2025 öffnet die Tarmstedter Ausstellung erneut ihre Tore – zum 75. Mal. Mehr als 750 Aussteller machen Norddeutschlands größte Freilandausstellung zum Hotspot für Landtechnik, Tierhaltung, erneuerbare Energien und zukunftsweisende Landwirtschaft. Im Jubiläumsjahr rückt ein Format besonders in den Fokus: die TarmsTalk-Runden. Unter dem Motto „75 Jahre Zukunft“ bietet die Bühne in Zelthalle 7 an allen vier Ausstellungstagen ein hochkarätig besetztes Diskussionsforum – offen für Fachbesucher ebenso wie für die breite Öffentlichkeit, teilt der Landvolk-Pressedienst mit. In moderierten Gesprächsrunden treffen sich Praktiker, Berater, Politiker und Branchenkenner zum Austausch über zentrale Themen des ländlichen Raums: Wo stehen wir – und wo wollen wir hin?

Ein Highlight der aktuellen Themenpalette, die von agrar- und energiepolitischen Weichenstellungen über Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, alternative Antriebe und die Getreidemärkte bis hin zu Kooperationen in der Landwirtschaft und den Perspektiven des Ökolandbaus geht, erwartet Besucher am Montag, 14. Juli, um 11 Uhr: Unter dem Titel „Zukunft und Herausforderungen der Tierhaltung in Niedersachsen“ diskutieren Ottmar Ilchmann (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft), Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers und SPD-Landtagsabgeordneter Thore Güldner über die Zukunftsfähigkeit tierhaltender Betriebe im Spannungsfeld zwischen Tierwohl, gesellschaftlichen Erwartungen und wirtschaftlichem Druck.

„Das ist für unsere schweinehaltenden Betriebe ein Kernanliegen. Mit unserer repräsentativen Online-Umfrage im Rahmen der Kampagne „tierischGut aus Niedersachsen“ haben wir die aktuellen Herausforderungen und die Zukunftsaussichten unserer Tierhalter ermittelt. Diese Ergebnisse sind nicht nur eine gute Grundlage für eine anspruchsvolle Diskussion, sondern bieten auch Lösungen an“, stellt Ehlers heraus. Die tierischGut-Kampagne werde zudem ab Ende Juli durch eine Podcast-Staffel auf dem Spotify-Kanal des Landvolks sowie in den sozialen Medien begleitet, ergänzt Natascha Henze, die die Online-Umfrage erstellt hat und als Referentin im Bereich Vieh und Fleisch beim Landvolk Niedersachsen tätig ist.

Neben den TarmsTalks, wo auch der Niedersächsische Landfrauenverband Hannover über die Zukunft der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum und die Niedersächsische Landjugend über Direktvermarktung diskutieren, zeigt die Ausstellung auch in ihrer Kerndisziplin Innovationsstärke: Autonome Feldroboter, smarte Stalltechnik, KI-gestützte Entscheidungen – moderne Landtechnik ist längst digital, präzise und ressourcenschonend. Die Tarmstedter Ausstellung 2025 ist damit mehr als eine Leistungsschau – sie ist ein Ort des Austauschs, der Ideen und der Zukunftsdebatten. Technik trifft auf Talk, Maschinen auf Meinungen – praxisnah, fundiert und mit dem Blick nach vorn. Weitere Infos gibt es HIER.

10.07.2025
Sommertour der CDU-Landtagsabgeordneten in Holtum

Landwirtschaft und Politik im konstruktiven Austausch

Im Rahmen ihrer diesjährigen Sommertour machten die CDU-Landtagsabgeordneten Melanie Reinecke, Marco Mohrmann, Eike Holsten und Axel Miesner am Mittwoch Halt auf dem Hof von Jörn Ehlers in Holtum-Geest. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter des Landvolks aus dem Elbe-Weser-Raum waren der Einladung gefolgt – darunter auch zahlreiche Vertreter des Landvolk-Kreisverbands Rotenburg-Verden wie Geschäftsführer Carsten Hoops sowie Hilmer Vajen, Christian Intemann, Lars Ruschmeyer und Gastgeber Jörn Ehlers aus dem Vorstand.

Durch die Feldmarkt und auf den Hof

Zum Auftakt der Veranstaltung gab es eine kleine Feldrundfahrt, bei der unter anderem über die Flurbereinigung in Holtum und die örtliche Windparkanlage gesprochen wurde. Anschließend stellte Landwirt Jörn Ehlers seine Hackschnitzel-Wärmenahversorgung sowie seinen Schweinestall der Haltungsstufe 2 vor – Beispiele für nachhaltige Energieversorgung und tierwohlgerechtere Landwirtschaft. Den inhaltlichen Schwerpunkt bildete eine offene Diskussionsrunde mit dem CDU-Agrarsprecher Marco Mohrmann MdL. Bei Essen und Getränken wurde intensiv über aktuelle Herausforderungen in der Landwirtschaft gesprochen. Themen wie Bürokratieabbau, Flächenverbrauch, der Umgang mit dem Wolf, die sogenannte Akzeptanzabgabe für Erneuerbare-Energien-Projekte sowie viele weitere landwirtschaftliche Anliegen standen im Mittelpunkt des Austauschs. Auch Hella Bachmann (CDU Verden) begleitete den Termin und stand für Gespräche zur Verfügung.

Insgesamt war es ein gelungener Abend mit offenem Dialog, direktem Austausch und dem klaren Signal: Landwirtschaft und Politik müssen gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft finden. Die CDU-Landtagsabgeordneten zeigten sich dankbar für die offenen Worte und die praxisnahen Einblicke – und versprachen, die Anliegen der Landwirtinnen und Landwirte mit nach Hannover zu nehmen.

08.07.2025
Appell des Deutschen Bauernverbandes für eine zukunftsfähige Gestaltung der EU-Agrarförderung

Sonder-Agrarministerkonferenz und EU-Debatte zur GAP ab 2028

Anlässlich der Sonder-Agrarministerkonferenz in Berlin am 10. Juli 2025 und der Plenardebatten im Europäischen Parlament in Straßburg fordert der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, die Bundesregierung und die Agrarministerinnen und Agrarministern der Länder auf, sich mit einer starken gemeinsamen Stimme für eine praxisnahe Gestaltung der zukünftigen EU-Agrarförderung einzusetzen.

„Die Landwirtinnen und Landwirte in unserem Land erwarten zu Recht, dass die GAP ab 2028 die Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität ihrer Betriebe stärkt und die Politik wieder mehr Vertrauen in ihre Arbeit setzt. Die Gestaltung der EU-Agrarförderung und deren nationale Umsetzung ab 2028 muss dazu führen, dass die Einkommen der Betriebe wieder gestärkt und bürokratische Fesseln gelöst werden“, so Rukwied.

„EU, Bund und Länder müssen die Agrarförderung ab 2028 aus einem Guss denken und den Landwirtinnen und Landwirten in Deutschland und Europa eine zukunftsfeste Perspektive bieten. Dafür brauchen wir ein starkes, eigenständiges und deutlich erhöhtes EU-Agrarbudget, um Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz zu gewährleisten. Die Einkommenswirksamkeit aller GAP-Instrumente – insbesondere der Direktzahlungen – muss gestärkt werden. Bürokratieabbau, Vereinfachung und eine praxistaugliche Gestaltung der Grünen Architektur müssen im Mittelpunkt stehen. Freiwillige Agrarumweltmaßnahmen müssen wirtschaftlich tragfähig und kooperativ ausgestaltet sein, um als eigenständiger Betriebszweig bestehen zu können“, fordert der Bauernpräsident.

Besonders erfreulich sei aus Sicht des DBV, dass die freiwilligen Ökoregelungen (ÖR) im Antragsjahr 2025 auf eine deutlich stärkere Nachfrage gestoßen sind als in den beiden Vorjahren. Nach ersten Auswertungen wird das ursprünglich geplante Budget von knapp einer Milliarde Euro erstmals überzeichnet. Dies sei ein ermutigendes Signal: „Unsere Landwirte sind bereit, noch mehr für Umwelt-, Klima- und Naturschutz zu leisten – wenn die Maßnahmen praxistauglich und wirtschaftlich tragfähig sind. Diese Botschaft sollte auch die Sonder-AMK prägen: Setzen Sie auf Eigenverantwortung, Praktikabilität und Vertrauen in die Landwirte“, sagt Bauernpräsident Rukwied.

Hintergrund zu den Ökoregelungen (ÖR): Die finalen Zahlen über die Inanspruchnahme der Ökoregelungen im laufenden Antragsjahr 2025 liegen voraussichtlich im Herbst vor, wenn die Prüfungen und Kontrollen der beantragten GAP-Maßnahmen abgeschlossen sind. Der DBV appelliert an Bund und Länder, dass die Auszahlungen an die Betriebe ohne Kürzungen spätestens im Dezember erfolgen. Die Prämien für die einzelnen Ökoregelungen sind rechtlich bei 100 Prozent abgesichert. Das bedeutet: Die beantragten Maßnahmen sind mit dem vorab geplanten Einheitsbetrag dotiert. Sollte der tatsächliche Budgetbedarf für die Ökoregelungen in diesem Jahr über dem ursprünglich eingeplanten ÖR-Budget (für 2025 rund 989 Mio. Euro) liegen, muss die Differenz durch eine lineare Kürzung des Budgets für die Basisprämie ausgeglichen werden.

Aktuelles aus dem Landesverband

20.03.2026
Bio-Schweine: Große Unterschiede zur Verbandsware
Öko-Landbau

(DBV/AMI) Die Zeiten komplett knapper Versorgung mit Bio-Schweinen scheinen vorbei zu sein. Viel­mehr berichten einige Vermarkter von Ver­bandsschweinen, die zögerlicher abgenommen werden, weil die Handelsketten günstigere Importware bevorzugen. Bei anderen Ver­marktern wiederum passen Angebot und Nach­frage von Verbandsware weiterhin gut zusam­men und die Schweine werden gut abge­nommen.

20.03.2026
Bio-Milchproduktion legt leicht zu
Öko-Landbau

(DBV/AMI) Die deutsche Bio-Milchproduktion hat im letzten Quartal des Jahres 2025 an Fahrt aufge­nommen. Infolge einzelbetrieblicher Produk­tionssteigerungen kam es zu einer hohen Dezemberanlieferung. Dies und die ungünstige Verteilung der Feiertage führten es punktuell zu Angebotsdruck. Nichtsdestotrotz bleibt die private Nachfrage nach Bio-Milch und Bio-Molkereiprodukten hoch.

20.03.2026
AMK in Bad Reichenhall
Milch und Rind

(DBV; Landvolk) Anlässlich der Frühjahrs-Agrarministerkonferenz 2026 im bayerischen Bad Reichenhall fordert der DBV in seinem Anliegenpapier die Agrarminister der Länder und Bundeslandwirtschaftsminister Rainer auf, sich für ein eigenständiges und praxisgerechtes System der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2028 einzusetzen. Weiterhin fordert der DBV die zügige Einführung der steuerfreien Risikoausgleichsrücklage zur Stärkung des betrieblichen Risikomanagements vor dem Hintergrund von Marktvolatilitäten. Für die anstehende nationale Umsetzung der kürzlich beschlossenen GMO-Trilogergebnisse, hier insbesondere Art. 148 und 168, sind die dort verankerten Ausnahmeregelungen für Mitgliedsstaaten zu nutzen.

Das Landvolk kritisierte das kürzliche Vorgehen der Ministerin. Sie stellte einen Antrag für staatliche Eingriffe im Milchmarkt und stellte dies fälschlicherweise als Meinung der Mehrheit der Milchviehhalter dar. Dieser wurde bei der AMK abgelehnt. Mehr zur Kritik des Landvolks unter: Staudte ignoriert Forderungen der großen Mehrheit der Milchbauern – Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband e.V.

20.03.2026
Milchmarkt
Milch und Rind

(AMI, ZMB) In der 10. KW stieg die Milchanlieferung in Deutschland weiter saisonal an. Die Molkereien erfassten 1,0 % mehr Milch als in der Vorwoche und übertrafen damit das Vorjahresniveau um 6,7 %. Nachfrage nach abgepackter Butter im LEH bleibt hoch, unterstützt vom Ostergeschäft, und die Kemptener Notierung wurde am 18.03.2026 auf 4,20-4,85 €/kg erhöht. Blockbuttermarkt hat sich beruhigt; Preise sanken. Kemptener Notierung liegt seit 18.03.2026 bei 4,30-4,75 €/kg. Schnittkäsemarkt bleibt fest, Nachfrage hoch und die Bestände niedrig. Preise steigen weiter, besonders für Schnittkäse-Blöcke.

MMP-Markt von starker Exportnachfrage geprägt; EU-Ware ist sehr wettbewerbsfähig. Kurzfristig kaum Ware verfügbar, und auch die Schokoladenindustrie ordert wieder mehr. Preise steigen weiter in Lebensmittel- und Futterqualität. VMP zeigt sich fester, mit teils zurückhaltenden Angeboten. Durch bessere Exportchancen und steigendes Interesse der Schokoladenindustrie beleben sich die Aktivitäten. Die Preise tendieren zuletzt fester. Die MP-Preise steigen weiter; Futter- und Lebensmittelware sind gut nachgefragt und Angebot knapp.  

20.03.2026
Internationaler Weizenmarkt zwischen geopolitischer Unterstützung und hohem Angebotsdruck
Pflanzen

(AMI) Steigende Energiepreise und ein schwächerer Euro stützen die Pariser Weizenkurse, doch die üppige weltweite Versorgung hält Käufer weiterhin zurück und dämpft das Exportpotenzial.

In Paris knüpft der Fronttermin für Weizen an den Gewinnen der Vorwochen an und erreichte zwischenzeitlich sogar den höchsten Stand seit Mitte Mai 2025. Am 19.03.2026 schloss der Mai-Kontrakt bei 207 EUR/t und verbuchte damit ein Wochenminus von -3,50 EUR/t. Die Termine zur Ernte 26 verloren auf Wochensicht weniger.

Spürbar ist, dass das Aufwärtspotenzial der Weizenkurse weiterhin begrenzt bleibt. Ausschlaggebend ist die weltweit komfortable Versorgungslage – nicht nur bei Weizen, sondern auch bei anderen Getreidearten. Vor dem Hintergrund der reichlichen Verfügbarkeit und der allmählich näher rückenden Ernte 2026 agieren Käufer zurückhaltend und decken sich vielfach lediglich für den kurzfristigen Bedarf ein. Zusätzlich dämpft die angespannte geopolitische Lage im Nahen Osten die Nachfrage auf dem zuletzt deutlich höheren Preisniveau. Marktteilnehmer warten ab, ob es zu einem Waffenstillstand, zur Absicherung der Schifffahrtsrouten aus dem Persischen Golf oder zu tatsächlichen Versorgungsunterbrechungen kommt. Ein Ende der militärischen Auseinandersetzungen ist bislang nicht absehbar.

20.03.2026
Weiter wenig Aktivität am deutschen Brotgetreidemarkt
Pflanzen

(AMI) Die zwischenzeitlich festeren Notierungen an der Euronext konnten sich am Kassamarkt nicht nachhaltig durchsetzen. Fehlende physische Impulse und eine verhaltene Nachfrage begrenzen am heimischen Brotgetreidemarkt den Preisspielraum nach oben zusätzlich.

Der deutsche Markt für Brotgetreide bleibt von hoher Volatilität geprägt. Nach den Preisanstiegen der Vorwoche wurden die Erzeugerpreise in der laufenden Berichtswoche regional teilweise wieder deutlich zurückgenommen, vereinzelt konnte das Vorwochenniveau gehalten werden. Kurzfristige Impulse vom Terminmarkt schlagen nur begrenzt auf den physischen Brotgetreidemarkt durch, da der Markt weiterhin gut versorgt ist. Die Kursentwicklung an der Euronext bleibt schwankungsanfällig und wird weiterhin stark von geopolitischen Unsicherheiten geprägt.

Aktuell werden für Brotweizen im Bundesmittel 174,18 (165-180) EUR/t frei Erfasserlager verlangt, knapp 2 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Brotroggen vergünstigt sich hingegen um knapp 0,60 auf 151,65 (130-172) EUR/t, während Qualitätsweizen lediglich 0,30 auf 179,64 (172-190) EUR/t verliert. Eliteweizen verfehlt mit 183,75 (177-190) EUR/t das Vorwochenniveau nur knapp (-0,21 EUR/t).
Am Regionalen Erzeugermarkt liegt Niedersächsischer B-Weizen mit durchschnittlich 178 EUR/t ab Hof ebenfalls knapp unter der Vorwoche (-1,50 EUR/t). Die Spanne lag dabei in der aktuellen Berichtswoche bei 173-186 EUR/t.

Der schwächere Euro verbesserte zwar zuletzt die Wettbewerbsfähigkeit von EU-Weizen am Weltmarkt, dennoch bleibt die internationale Nachfrage insgesamt verhalten. Russland dominiert weiterhin das Exportgeschäft und setzt die westeuropäischen Herkünfte unter Wettbewerbsdruck. Die Exportperspektiven für deutsches Brotgetreide bleiben entsprechend begrenzt.

Die Nachfrage der Mühlen zeigte sich spürbar zurückhaltend. Nach den hohen Preisforderungen der Vorwoche wurden Käufe vielfach verschoben, der Fokus liegt überwiegend auf der kurzfristigen Bedarfsdeckung. Auf Erzeugerseite hat sich die Abgabebereitschaft zuletzt leicht erhöht. Restmengen der alten Ernte werden kontinuierlich vermarktet, wenngleich der Handel insgesamt ruhig bleibt. Der Vermarktungshorizont für alterntige Ware verschiebt sich vielerorts weiter in das zweite Quartal. Gleichzeitig ist ein zunehmendes Interesse an Vorkontrakten für Brotweizen der neuen Ernte zu beobachten, wobei Abschlüsse bislang meist in begrenztem Umfang erfolgen. Aktuell tendieren die Preise ex Ernte heterogen. Eliteweizen verzeichnet im Mittel ein Wochenminus von 2,40 auf 199,24 EUR/t. Qualitätsweizen vergünstigt sich um 1,50 auf 192,47 EUR/t. Demgegenüber verharrt Brotweizen mit gut 182,73 EUR/t auf Vorwochenniveau und Brotroggen kann sogar um 0,90 auf 153,96 EUR/t zulegen.

20.03.2026
Kurssprünge limitieren den Handel mit Raps
Pflanzen

(AMI) Das Auf und Ab am Terminmarkt erschwert die Preisfindung. Vor diesem Hintergrund verläuft der Handel überwiegend in ruhigen Bahnen. Am Kassamarkt werden dennoch Vorkontrakte abgeschlossen.

Die Pariser Rapsnotierungen bleiben auch weiterhin fest im Griff der geopolitischen Entwicklungen. So gewann der Fronttermin Mai in der 11. KW noch binnen zweier Handelstage rund 14 EUR/t, verlor zum Wochenwechsel jedoch bereits wieder knapp 17 EUR/t. Auslöser für den Vorzeichenwechsel waren rückläufige US-Sojanotierungen, welche auch den Raps mit nach unten zogen. Auch wenn Niederschläge die laufende Ernte in Brasilien verzögern, könnte das Land auf einen neuen Rekord bei der Sojaernte zusteuern. Hinzu kam die Verzögerung eines geplanten Gipfeltreffens von China und den USA. Zum Wochenstart profitierten die Notierungen indes von den wieder festeren Rohölkursen. Eine verhaltene Nachfrage am EU-Markt dämpfte jedoch das Plus, denn einige Ölmühlen arbeiten mit reduzierten Kapazitäten. So schloss der Fronttermin Mai am 19.03.2026 bei 500,75 EUR/t und damit rund 14,25 EUR/t unter dem Niveau der Vorwoche.

Die Preissprünge an der Börse limitieren auch weiterhin den Handel. So wurden zwischenzeitlich zwar vermehrt Umsätze in die Bücher der Händler geschrieben, zuletzt kühlte die Nachfrage jedoch wieder ab. Das betrifft sowohl Restmengen der alten Ernte als auch Vorkontrakte der kommenden Saison. Franko Hamburg sind für Partien zur Lieferung ab Mai rund 510 EUR/t möglich und damit, bei unverändertem Aufgeld, rund 3 EUR/t mehr als noch in der Woche zuvor. Franko Niederrhein wurde die Prämie dagegen leicht zurückgenommen (-1 EUR/t), sodass hier mit 519 EUR/t zur Lieferung ab April rund 2 EUR/t mehr genannt werden.

Entgegen den festeren Vorgaben von der Börse geht es auf Erzeugerebene abwärts. So sind im Bundesmittel für Partien der alten Ernte 479,70 EUR/t im Gespräch und damit 4,80 EUR/t weniger als noch in der Vorwoche. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 460 bis 505 EUR/t. Niedersächsischer Raps wurde dabei mit durchschnittlich 489 (483 – 505) EUR/t ab Hof am oberen Ende. Die Vorkontrakte rangierten in Niedersachsen zwischen 463 und 480 (Ø 470) EUR/t.

20.03.2026
Nahostkonflikt treibt Düngemittelpreise
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(AMI) Düngemittel haben sich hierzulande spürbar verteuert. Der Nahostkonflikt treibt Energie-, Vorprodukt- und Logistikkosten.

Am globalen Düngemittelmarkt hatte sich die Lage bereits im Februar 2026 spürbar befestigt, noch bevor die jüngste Eskalation im Nahen Osten voll auf die Preisbildung durchschlug. Nach Angaben der Weltbank stieg der Düngemittelindex im Februar gegenüber Januar um 6,5 % von 136,1 auf 145,0 Punkte. Besonders deutlich verteuerten sich Stickstoff- und Phosphatdünger. Harnstoff lag im Monatsmittel bei 472 USD/t, DAP bei 626,5 USD/t und TSP bei 536,3 USD/t. Kaliumchlorid notierte bei 372,5 USD/t, Rohphosphat bei 152,5 USD/t. Damit setzte sich nach dem Plus von 2,4 % im Januar die Aufwärtsbewegung am Weltmarkt schon spürbar beschleunigt fort.
Für den Markt ist der Iran-Konflikt vor allem deshalb relevant, weil er Energie, Vorprodukte und Logistik zugleich trifft. Reuters zufolge läuft rund ein Drittel des globalen Düngemittelhandels über die Straße von Hormus. Zugleich ist Erdgas der zentrale Einsatzfaktor für die Ammoniak- und Harnstoffproduktion; Energie kann bis zu 70 % der Produktionskosten ausmachen. Damit liegt das Risiko nicht nur in höheren Ölpreisen, sondern in einer möglichen Verteuerung oder Störung der gesamten Düngemittelkette.

Für Europa ist das besonders heikel. Der Preisanstieg im Februar bildet den jüngsten Energieschock noch nicht vollständig ab. Nach Reuters stiegen die europäischen Gaspreise seit der Eskalation des Konflikts zeitweise um mehr als 60 %; in einzelnen Marktberichten werden sogar noch stärkere Ausschläge genannt. Damit erhöht sich vor allem bei Stickstoffdüngern der Kostendruck weiter, da höhere Gaspreise die Ammoniak- und Harnstoffproduktion unmittelbar verteuern. Erschwerend kommt hinzu, dass die EU bei Düngemitteln strukturell importabhängig bleibt. Bezogen auf die Hauptnährstoffe liegt die Importabhängigkeit Schätzungen zufolge bei rund 45 % für Stickstoff, 46 % für Phosphate und 58 % für Kali.

Preise am deutschen Kassamarkt ziehen kräftig an
Die angespannte Marktlage spiegelt sich inzwischen auch deutlich am deutschen Kassamarkt wider. Ab 25 t frei Hof stieg der Preis für geschützten Harnstoff im März gegenüber dem Vormonat um 141 EUR/t auf 684 EUR/t. Kalkammonsalpeter verteuerte sich um 62 EUR/t auf 426 EUR/t, AHL um 55 EUR/t auf 409 EUR/t. Auch schwefelhaltige Stickstoffdünger zogen spürbar an: Ammoniumsulfatsalpeter stieg um 49 EUR/t auf 466 EUR/t, schwefelsaures Ammoniak um 38 EUR/t auf 369 EUR/t. Bei den Phosphatdüngern verteuerte sich Triple-Superphosphat um 45 EUR/t auf 607 EUR/t, Diammonphosphat um 53 EUR/t auf 792 EUR/t. Kornkali zeigte sich mit 327 EUR/t dagegen bislang weitgehend stabil. Marktberichten zufolge ist Ware grundsätzlich weiter verfügbar, doch das Angebot in einzelnen Segmenten hat sich spürbar verengt.

20.03.2026
Ruhiger Speisekartoffelmarkt
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(AMI) Der Absatz von Speisekartoffeln scheint etwas abgeflacht zu sein, möglicherweise aufgrund der kleineren Packmaße in den aktuellen Aktionen. Importe treffen im Lebensmitteleinzelhandel derzeit noch in geringen Mengen ein. Deren Einsatz lässt sich nur durch besonders gute Lagerqualitäten um einige Wochen verzögern.

In der aktuellen Woche berichten einige Abpacker von eher schleppenden Geschäften mit Speisekartoffeln. Immerhin wird mitunter auf einen insgesamt guten Februar verwiesen, dessen Absatztempo jedoch nicht überall gehalten werden konnte. Mit Aktionen, die weiterhin zahlreich, aber nicht mehr so oft in größeren Packmaßen stattfinden, erzielen manche Händler auch diese Woche einen ordentlichen Absatz. So oder so: Dem aktiven Angebot und den noch verfügbaren Lagermengen wird man in dieser Saison mit den Verkaufsmengen ohnehin nicht mehr gerecht. Dadurch werden Preisveränderungen zunehmend unwahrscheinlicher.

Die Erlöse der Landwirte variieren stark je nach Ausrichtung. Wer mit guten Qualitäten zu seinem langjährigen Vertragspartner kommt, erhält in der Regel die notierten Preise. Aktionsware muss günstiger beschafft werden und stammt meist aus Überschussregionen. Dort sind viele Landwirte auf alternative Absatzwege angewiesen, um ihre Lagervorräte abzubauen. Wer sein Glück im Export sucht, kann selbst für aufbereitete Ware kaum noch auf 10,00 EUR/dt hoffen.