Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

18.06.2021
Brotgetreide: Neue Ernte gibt nach
Pflanzen

Die Erzeugerpreise sind im Vergleich zur Vorwoche zurückgerudert. Grund waren die schwachen Kurse an den Terminbörsen. So verlor Weizen in Paris 6 EUR/t zur Vorwoche. Da die verbesserten Vegetationsbedingungen der Auslöser für den Rückgang waren, hat die Schwäche vor allem die Preise ex Ernte erfasst. Demgegenüber verlor alterntiges Brotgetreide zur Vorwoche nur 1 EUR/t. Das mag allerdings auch daran liegen, dass kaum noch Umsätze getätigt werden. Sehr vereinzelt suchen Mühlen noch Partien, aber es lässt sich bereits seit Wochenkein repräsentativer Marktpreis mehr ermitteln. Die Preisentwicklung der kommenden Ernte steht im Zeichen der höheren Ertragserwartungen. Hier sackten die Gebote am Kassamarkt regelrecht ab. Vor diesem Hintergrund haben sich die Handelsaktivitäten beruhigt. Der eine oder andere Erzeuger schließt jetzt doch noch Vorkontrakte ab, bevor die Gebote ganz in den Keller rauschen, aber da die meisten bereits bis an die Grenze des Vermarktbaren verkauft haben, läuft kaum noch etwas. Die Feldbestände präsentieren sich in guter Verfassung und lassen dementsprechend zufriedenstellende Erträge erwarten.

18.06.2021
Futtergetreide: Preise runter – Umsätze runter
Pflanzen

Die Umsätze am Futtergetreidemarkt sind deutlich zurückgegangen, aber vereinzelt tritt immer wieder Kaufinteresse von Mischfutterherstellern an alterntigen Partien auf. Ansonsten überwiegt die Abwicklung der Kontrakte, die jetzt wohl endlich auch die Überganzzeit zur nächsten Ernte decken. Noch in der Vorwoche war händeringend Ware gesucht worden. Denn es scheint sich deutlich abzuzeichnen, dass die Wintergerstenernte im Schnitt eine Woche später als üblich beginnen wird. Besonders Gerste ist bei Mischfutterherstellern gefragt, so dass Erzeuger auch in der 24. KW noch stabile Preise geboten bekamen. Demgegenüber wurde sowohl für Futterweizen als auch Mais weniger genannt als in der Vorwoche. Allerdings sind die schwindenden Preismeldungen kaum noch repräsentativ. Auch Richtung Ernte 2021 wird momentan wenig unternommen. Im fallenden Markt agiert keine Seite gerne. Mischfutterhersteller warten die weitere Entwicklung ab und hoffen auf anhaltende Preisschwäche. Futtergerste zur Lieferung ab September hat auf Großhandelsstufe allein in den vergangenen zwei Handelswochen rund 6 % verloren, Futterweizen in fünf Wochen 8 %. Und die Käufer erhoffen sich außerdem ein saisontypisches Überangebot, trotz der schon umfangreich getätigten Kontrakte, das für viel und billigeres Getreide sorgen wird.

18.06.2021
Paris: Kurseinbruch plus nachfolgender Schwächetendenz
Pflanzen

Den Rapskursen in Paris mangelt es momentan an eigenen Ideen. Die verbesserten Vegetationsbedingungen, die dazu geführt haben, dass die Ernteerwartungen heraufgesetzt wurden, sorgten für Schwäche. Das war allerdings vergleichsweise wenig im Vergleich zum Druck aus Chicago, Winnipeg oder Kuala Lumpur, wo die Kurse in den vergangenen Tagen kräftig nachgegeben haben. So entwickeln sich die Rapskurse momentan parallel mit den Sojanotierungen. Im Vergleich zur Vorwoche hat der Fronttermin in Paris knapp 35 EUR/t an Wert eingebüßt und schloss zuletzt bei 508 EUR/t. Damit sind die Gewinne der Juni-Hausse, ausgelöst durch die Kälte im April und Mai, wieder verloren und der Schlusskurs landetet auf dem niedrigsten Stand seit dem 26.05.2021. Und lassen wir diesen außer Acht, wird es sogar ein 2-Monatstief. Die Nachfrage nach alterntigem Raps hat sich beruhigt, schließlich ist kaum noch etwas da. Aber auch die Nachprodukte werden weniger geordert, denn in dem jetzt fallenden Markt harren die Käufer aus. Außerdem entpuppt sich die Spekulation auf die immense Nachfragesteigerung der Amerikaner nach Sojaöl als deutlich überhitzt. Mit seiner CO2-einsparenden Idee hat der US-Präsident wohl nicht mit der Mineralöllobby gerechnet. So wurde im Weißen Haus schnell wieder zurückgerudert. Demnach erwägt die US-Regierung die Ölraffinerien, vor dem Hintergrund der angestrebten Erhöhung der Biokraftstoffquote, zu entlasten. Eine der infrage kommenden Optionen sei sogar die Senkung der Biokraftstoffquote, worunter die Nachfrage nach Biokraftstoffen auf Soja- und Maisbasis stark leiden würde. Unter der Nachricht brachen die Sojaölnotierungen ein und rissen Palmöl und Raps mit.

18.06.2021
Gut gestaffeltes Frühkartoffelangebot
Pflanzen

Mit den Ende Mai angestiegenen Temperaturen haben sich Frühkartoffelbestände in Deutschland fast überall sehr flott entwickelt. Sah es im April noch so aus, als wäre der Entwicklungsabstand zwischen folienverfrühter Ware und Freilandkartoffeln so groß, dass es eine Versorgungslücke geben könnte, ist davon inzwischen keine Rede mehr. Weiterhin gibt es aber deutliche Unterschiede, die im Juli ein gestaffeltes Angebot entsprechend der Verfrühungsmaßnahmen und der klimatischen Unterschiede in den verschiedenen Regionen bedingen werden. Damit unterscheidet sich 2021 deutlich von den Vorjahren, als im Juli relativ rasch von viel zu vielen Schläge aus allen Regionen gleichzeitig Kartoffeln zum Abpacken zur Verfügung standen. Die andere Seite der Marktmedaille, die Nachfrage, zeigt momentan Schwächen. Es ist deutlich ruhiger geworden, was sich mit veränderten Witterungsbedingungen in der kommenden Woche aber auch wieder ändern kann und was für die Jahreszeit nicht unüblich ist. Bei den Frühkartoffelpreisen, die bisher mit denen im Vorjahr vergleichbar waren, geht es stetig etwas nach unten. Allerdings wird es in der kommenden Woche nicht den Kollaps wie im Vorjahr geben. Mit dem Umstieg auf erste nennenswerte Mengen Frühkartoffeln zum Abpacken geht im Schnitt nicht einmal halb so viel am mengengewichteten Preis verloren wie damals. Auch für den weiteren Verlauf ist man zuversichtlich. Es drängen keinesfalls mehr verbliebenen Importe als im Vorjahr und die oben geschilderte Staffelung sorgt für ausgeglichen Marktverhältnisse und eine Preiskurve, die deutlich über der vorjährigen liegen dürfte. Einen weiteren Unterschied könnten dann im Juli die Verkäufe von Schälkartoffeln machen, die 2020 völlig einbrachen und für die sich 2021 eine Erholung vermuten lässt. Außerdem ist der Anbau wohl zurückgegangen, wie es in einigen Gebieten heißt.

18.06.2021
Verbändebündnis: Weidetierhaltung stärken
Milch und Rind

In einem gemeinsamen Positionspapier bekräftigen der DBV, der Bundesverband Rind und Schwein, die Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände und der Bundesverband Deutscher Ziegenzüchter die notwendige und bislang unzureichend berücksichtigte Stärkung der Weidetierhaltung und der Grünlandwirtschaft in der GAP-Reform. Dabei werden Kernanliegen, wie der „Grünland-Klima-Bonus“ in den Eco Schemes, Weidetierhaltungsprogramme für alle Tierarten und eine bürokratiearme Tierprämie formuliert. Das Positionspapier ist hier zu finden.

18.06.2021
Neues Rohmilchgüterecht tritt am 1. Juli in Kraft
Milch und Rind

Nach einem halben Jahr Übergangsfrist tritt die neue „Verordnung zur Fortentwicklung des Rohmilchgüterechts“ zum 1. Juli 2021 in Kraft. Der neuen Verordnung ging ein langjähriger Gesetzgebungsprozess voraus. DBV, Landesbauernverbände, Untersuchungsstellen und Molkereien nutzten die halbjährige Übergangsfrist, um die Milcherzeuger über Anpassungen in der Milchgüteuntersuchung auf Basis des neuen Milchgüterechts umfassend zu informieren. Hervorzuheben ist das erweiterte Hemmstoffkonzept, nach welchem die Rohmilch umfassender, öfter und mit moderneren Testverfahren auf Hemmstoffe untersucht wird. Der Milchgeldabzug erfolgt nach einem risikoorientierten Ansatz, der für den ersten positiven Nachweis einen geringeren Milchgeldabzug als nach altem Recht vorsieht. Die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V. empfiehlt den Milcherzeugern, sich bei ihren Molkereien zu erkundigen, welcher Test zur Rohmilchüberprüfung in der von der jeweiligen Molkerei beauftragten Untersuchungsstelle genutzt wird (mikrobiologischer Test). Einen Überblick über die gängigsten Untersuchungsverfahren gibt es auf der Website des Verbandes der Deutschen Milchwirtschaft.

18.06.2021
Milchmarkt
Milch und Rind

In der 22. KW wurden 0,8 % weniger Milch angeliefert als in der Vorwoche. Damit lag das Milchaufkommen 0,5 % unter der Vorjahreslinie. Die Nachfrage auf dem Buttermarkt bewegt sich in einem saisonal entsprechend normalen und ruhigen Rahmen. Blockbutter wurde mit 3,93 – 4,00 EUR/kg leicht schwächer notiert (Kempten, 16.06.2021), die Preise für abgepackte Butter liegen kontraktbedingt auf unverändertem Niveau. Der Käsemarkt zeigt sich in seinem Preisniveau stabil. Für den Monat Juli werden höhere Preise gefordert. Die Nachfrage verläuft kontinuierlich mit einer Belebung im Food-Service-Bereich und in den südeuropäischen Urlaubsregionen. Das Preisniveau auf den Pulvermärkten ist überwiegend stabil. Magermilch- und Vollmilchpulver werden überwiegend auftragsbezogen produziert und damit ruhiger gehandelt.

Beim GlobalDairyTrade-Tender (GDT) am 15.06.2021 wurden um 1,3 % geringere Preise im Durchschnitt über alle Produkte und Zeiträume notiert. Cheddar, Laktose und Butteröl wurden zu leicht höheren Preisen gehandelt; Butter, Mager- und Vollmilchpulver zu geringeren Preisen. Das Handelsvolumen ging leicht um 5,7 % auf 21.522 Tonnen zurück. (AMI, ZMB)