PETA hatte „im Namen aller männlichen Ferkel Deutschlands“ auf deren Grundrechte vor dem Bundesverfassungsgericht geklagt. Die Richter lehnten eine Befassung ab, da menschliche Grundrechte nicht für Ferkel gelten.
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Aktuelles aus dem Kreisverband
Aktuelles aus dem Landesverband
09.06.2021
BMEL-Ernährungsreport 2021 veröffentlicht Schwein
Kürzlich hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner die Ergebnisse des Ernährungsreports 2021 „Deutschland, wie es isst“ vorgestellt. Danach spielt neben der regionalen Herkunft (für 82 %) und Saisonalität (für 78 %) der Geschmack für 96 % der Befragten das wichtigste Kaufkriterium. Der Bericht zeigt zudem, dass Verbraucher Wert auf artgerechte Haltung legen und auch bereit wären, dafür mehr zu zahlen. In diesem Zusammenhang halten 86 % der Befragten ein staatliches, unabhängiges Tierwohlkennzeichen für wichtig. Insgesamt ist der Anteil derjenigen, die sich beim Kauf an einem Produktsiegel orientieren, im Vergleich zum Vorjahr um 15 % auf 66 % gestiegen. Nach wie vor liegt das Vertrauen in die Sicherheit der angebotenen Lebensmittel auf einem hohen Niveau. Hingegen haben sich die Ansprüche an die Landwirtschaft deutlich erhöht. So sind 73 % der Befragten eine artgerechte Haltung der Tiere wichtig; das sind 7% mehr als im Vorjahr.
Weitere Details und den Ernährungsreport 2021 finden Sie unter
09.06.2021
Lidl: Frischfleischverkauf künftig nur ab Stufe 2 Schwein
Lidl hat angekündigt, zukünftig kein Frischfleisch mehr aus der Stufe 1, der freiwilligen, vierstufigen Haltungsform-Kennzeichnung des Handels anzubieten. Mit der dritten ITW-Programmphase bietet sich laut Lidl die Möglichkeit, bereits ab Juli 2021 schrittweise Schweinefrischfleisch auf Stufe 2 umzustellen. Bis Ende 2021 sollen dann alle Schweinefrischfleischprodukte mindestens mit Stufe 2 angeboten werden. Bis 2025 soll sich die Stufe 2 dann als Lidl-Mindeststandard im Frischfleischsortiment etablieren.
(Haltungsform 2 des Handels „StallhaltungPlus“: Schweine, Masthühner, Puten und Rinder haben mehr Platz im Stall (Beispiel Schwein: + 10%) und zusätzliches Beschäftigungsmaterial).
09.06.2021
Online-Tagung zu verschärften Öko-Tierhaltungsregeln und Weidegang 09. + 10. Juni Öko-Landbau
Eine Online-Tagung der Landwirtschaftskammer Österreich und Bio Austria thematisiert diese Woche (09. und 10. Juni) die Verschärfungen in der Öko-Tierhaltung durch die neue EU-Öko-VO ab 2022 und infolge verschärfter Rechtsauslegungen durch die zuständige Kommissionabteilung Ökolandbau. Im Fokus steht der Weidegang, aber auch andere Fragen werden behandelt. Viele Wiederkäuer-Betriebe können Weidehaltung aufgrund von Ortslagen, verkehrsreichen Straßenquerungen oder nicht arrondierten Weideflächen nicht (voll) praktizieren. Die Kommission ist bei Pilotverfahren nicht mehr bereit, Ausnahmegenehmigungen zu akzeptieren, obwohl die EU-Öko-Verordnung das weiterhin vorsieht. Nach dem Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich droht dort Öko-Milchviehbetrieben eine Rückumstellung. In Süd-Deutschland hat die Kommission ebenfalls Untersuchungen zur Legitimität von Ausnahmen von der Weidehaltung aufgenommen. Gesundheitliche Sorgen bereitet zudem die geplante, sehr frühzeitige Weidepflicht für Öko-Kälber und -Lämmer. Neben der Weidehaltung sind weitere wichtige Fragen der Öko-Tierhaltung ein halbes Jahr vor Inkrafttreten der neuen EU-Öko-VO nicht klar oder nicht zufriedenstellend geregelt. So droht die Parasitenbehandlung auch für nicht wartezeitpflichtige Mittel unter die 48 Stunden Mindestwartezeit zu fallen. Unklar ist weiterhin, bis zu welchem Alter Geflügel 2022 noch mit 5 % konventionellen Eiweißfuttermitteln gefüttert werden darf, was angesichts der extremen Knappheit an hochwertigen Öko-Futtermitteln bei 6 Mio. Öko-Hennen sehr wichtig sein wird.
Programm + Anmeldung zur Online Konferenz: www.zukunftsraumland.at/veranstaltungen/9680
09.06.2021
Öko-Umstellungsbroschüre NRW Öko-Landbau
Die Broschüre der Landwirtschaftskammer NRW „Umstellen auf den ökologischen Land- und Gartenbau“ (Neuauflage Mai 2021) stellt die rechtlichen Vorschriften und Voraussetzungen bei der Öko-Umstellung dar. Die Vorschriften der EU-Öko-Verordnung werden erklärt und für wichtige Betriebszweige vertieft. Es wird zudem erläutert, welche Verpflichtungen im Umstellungsvertrag einzugehen sind. Dieser ist mit einer frei gewählten Öko-Kontrollstelle abzuschließen und Voraussetzung für die offizielle Beantragung der Umstellung und der Öko-Prämie.
Download unter https://t1p.de/vmhf
09.06.2021
Warten auf mehr Sommerobst Öko-Landbau
Mit wenigen Ausnahmen waren der April und Mai ausgesprochen kühl. Die Vegetation ist entsprechend verzögert. Das macht sich insbesondere bei den Erdbeeren bemerkbar. Das Angebot war Ende Mai noch sehr knapp. Auch im Mittelmeerraum hinken Wachstum und Reife beim Sommerobst hinterher.
Der Apfelmarkt hat zurzeit wichtige Vorteile auf seiner Seite. Zum einen sind die Lager im Vergleich zum Vorjahr noch wesentlich besser gefüllt. Zwar sind bei einigen Erzeuger bereits alle Äpfel geräumt. In den großen Anbaugebieten vor allem in Norddeutschland gibt es aber noch ausreichend Äpfel. Dazu begünstigen die kühle Witterung und die verzögerte Sommerobsternte den Apfelkonsum. Damit einher geht der Absatz für exotische Früchte wie Mangos, Avocados oder Kiwis zurück.
09.06.2021
Wechsel auf importierte Frühkartoffeln Öko-Landbau
Die Nachfrage nach Bio-Kartoffeln ist weiterhin gut und übertrifft noch die Rekordmengen des Vorjahres. Bis weit in den Mai hinein haben die alterntigen Kartoffeln noch den Großteil der Mengen im LEH gestellt. Seit einigen Wochen gibt es nun auch importierte Bio-Frühkartoffeln aus Ägypten und Israel. Weitere Umstellungen auf Frühware sind in den nächsten Wochen sind geplant. Die deutsche Bio-Frühkartoffelsaison wird wegen der kalten Witterung im April und Mai etwas verzögert starten.
09.06.2021
Bio-Eierproduktion wächst weiter Öko-Landbau
In den zurückliegenden Jahren wuchs die Bio-Eierproduktion in Deutschland deutlich. Allein im 1. Quartal 2021 wuchs die Zahl der Stallplätze erneut um fast eine halbe Million (+ 8 %). Im März 2021 meldeten 549 Betriebe (ab 3.000 Hennen) 5,8 Mio. Bio-Hennen und 6,43 Mio. Haltungsplätze. Damit hat sich seit dem Jahreswechsel auch die Anzahl der Bio-Legehennen-Betriebe nochmals um 5,6 % erhöht. Die zusätzlichen Bio-Haltungsplätze resultieren sowohl aus dem Platzangebot der Neueinsteiger als auch aus Erweiterungsinvestitionen bestehender Bio-Legehennen-Betriebe.

09.06.2021
Saisonal leichter Rückgang der Bio-Milchpreise Öko-Landbau
Die Erzeugerpreise für ökologisch erzeugte Milch sind im April leicht um 0,3 Ct zurückgegangen. Ursache hierfür sind die üblichen saisonalen Abzüge, die mit dem Beginn des zweiten Quartals erhoben werden. Aufgrund der hohen Nachfrage konnten die Bio-Milchmengen vom Markt problemlos aufgenommen werden.
09.06.2021
Erzeugerpreise Öko-Landbau
